Der Böögg trotzte den Flammen

Jungwacht und Blauring hatten am Samstagabend einmal mehr zum Funkensamstag-Brauch eingeladen.

René Jann
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Die jüngsten Besucher übten sich im Gebrauch des Wendrohrs, das die vorsichtshalber anwesende Feuerwehr dabei hatte. (Bild: René Jann)

Die jüngsten Besucher übten sich im Gebrauch des Wendrohrs, das die vorsichtshalber anwesende Feuerwehr dabei hatte. (Bild: René Jann)

REBSTEIN. Seit dem frühen Freitagabend waren die Jungwacht- und Blauringscharen am Funkenplatz an der Balgacherstrasse damit beschäftigt, das angelieferte und selbst gesammelte Brennholz für den Funken aufzuschichten. Peter Segmüller, Marco Kurer und Noemi Ritz teilten sich das Amt des Funkenmeisters, und so erreichte die Vorbereitungsarbeit am früheren Samstagabend ihren Höhepunkt. Kurz nach 16 Uhr konnte Peter Segmüller den Böögg auf dem stattlichen Funken platzieren. Dann drückte er diesem die Kappe auf und erteilte die letzte Anweisung, das für das Anbrennen nötige Stroh sei um den Funken herum zu verteilen. Bereits um 17 Uhr trafen die ersten Funken-Gäste ein. An den Feuerschalen wurden die Hände warm gerieben. Die Feuerwehr rückte aus Sicherheitsgründen mit dem Tanklöschfahrzeug an, und bald übten sich die jüngsten Besucher im Hantieren mit dem Wendrohr. Kurz nach 19 Uhr teilten die Funkenmeister Fackeln an die Kinder aus, und als diese in Brand gesteckt waren, wurde von ihnen am Funken das Feuer entfacht. Die kalte Bise half wohl dem Böögg über die erste halbe Stunde hinweg, dauerte es doch so lange, bis dieser endlich im Böllerknall zerbarst und der Winter damit hoffentlich endgültig aus der Talschaft vertrieben war.