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Der Ärger fliegt seit zwanzig Jahren mit

Es läuft vieles gut in Thal, stellte Gemeindepräsident Robert Raths an der Orientierungsversammlung im «Ochsen»-Saal fest. Verärgert ist er über jene, die ihn laufend unfair attackieren, sich aber nie blicken lassen.
Rudolf Hirtl
Der Thaler Gemeindepräsident Robert Raths schätzt den Dialog mit der Bevölkerung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Der Thaler Gemeindepräsident Robert Raths schätzt den Dialog mit der Bevölkerung. (Bild: Rudolf Hirtl)

Robert Raths liebt diesen direkten, unverblümten Dialog mit der Bevölkerung. Und die Thaler Bevölkerung schätzt seine offene Informationspolitik. Das ist an der Orientierungsveranstaltung vom Donnerstagabend gut zu spüren. Und dabei wird ihm auch der eine oder andere Fauxpas rasch verziehen.

«Der Gemeinderat hat heute eingeladen, um Sie über ein ganz spezielles Projekt für Thal zu informieren. Doch leider sind wir noch nicht so weit, wir können das erst im kommenden Februar tun», sagt er. Das Gemurmel im Saal bei den 60 Anwesenden wechselt schnell in ein herzhaftes Lachen, als er anfügt: «Dafür gehen die Getränkekosten heute Abend auf die Kappe des Gemeinderates.»

Das Gewerbe im Zentrum nicht vergessen

Und weil die tollen Neuigkeiten noch nicht verkündet werden können, entwickelt sich der Infoabend zu einem Jahresrückblick, gespickt mit durchaus interessanten Fakten und News. So hat sich die Einwohnerzahl der Gemeinde Thal seit Anfang Jahr um 86 auf 6459 erhöht. «Vor zwei Jahren hatten wir noch einen Rückgang. Umso mehr freut uns diese Entwicklung.» Positiv seien auch die geplanten oder bereits begonnenen Wohnbauprojekte. «Wir hoffen auf auswärtige Zuwanderer. Wir brauchen ein gesundes Wachstum. Besonders in Altenrhein, damit wir dort die Schule erhalten können», so Raths.

Er rechnet damit, dass die letzten beiden Parzellen auf dem Arena-Areal in den kommenden sechs Monaten verkauft werden können. Die Ansiedlung von Grossverteilern sowie Gastro- und Fitnessbetrieben dort sei zwar erfreulich, doch appelliert er an die Bevölkerung, das lokale Gewerbe nicht zu vergessen und bei den Einkäufen möglichst zu berücksichtigen.

Prompt werden im Saal kritische Stimmen laut, als Raths darüber informiert, dass mit Lidl ein weiterer Discounter in Thal eine Filiale eröffnen will, nämlich an der Hauptstrasse 80 in Staad. «Dem Gemeinderat sind die Hände gebunden, zumal es sich um ein privates Grundstück handelt. Wenn alles den Bau- und Zonenvorschriften entspricht, können wir nichts dagegen unternehmen», sagt Raths und zeigt Verständnis für die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger.

Weitere Themen an diesem Abend sind der Bypass beim Arena-Kreisel, die Sanierung des Rathauses in eineinhalb Jahren, die Umnutzung des alten Feuerwehrdepots, die Sanierung und Erweiterung der Pflegeheime sowie das Sanierungsprojekt für die Buechbergstrasse.

Über Letztere entwickelt sich im Saal eine rege Diskussion. Kritisiert wird, dass auf Abschnitten der Buechbergstrasse noch immer mit 80 km/h gefahren werden darf, wobei sich viele nicht an das Tempolimit halten würden. Allgemein würde begrüsst, wenn die Geschwindigkeit durchgehend auf 50 km/h limitiert würde, weil die Strasse ab Bäckerei Motzer in Richtung Buriet kein Trottoir habe und besonders für Schulkinder viel zu gefährlich sei. Der Gemeindepräsident würde das Anliegen der Bürger noch so gerne umsetzen, sagt er, doch sei dies Sache des Kantons und dieser halte nichts von einer durchgehenden Temporeduktion.

Als Raths darauf verweist, dass die Strasse in absehbarer Zeit für vier bis fünf Millionen Franken saniert werde und dabei auch Trottoirs gebaut würden, zweifelt ein Diskussionsteilnehmer daran, dass die Strasse nachher sicherer sei. «Glauben sie mir, das gibt eine gute Sache und eine deutliche Verbesserung bezüglich Verkehrssicherheit», betont der Gemeindepräsident.

Wegen Helikopterlärm beim Bazl vorstellig werden

Thema ist auch der Flugplatz in Altenrhein. Dort sei nicht etwa der Lärm der Linienmaschinen, sondern vielmehr jener der Hubschrauber störend. Raths verspricht, deswegen beim Bazl vorstellig zu werden. Er betont auch, dass er es eigentlich eine gute Sache finde, dass mit dem Verein Aktion gegen Fluglärm (AgF) der Flughafen auch kritisch hinterfragt werde, allerdings habe er seine liebe Mühe mit der fehlenden Gesprächsbereitschaft der AgF-Vertreter. Diese würden den Gemeinderat zwar immer wieder mit meist falschen Fakten unfair kritisieren, doch weder am runden Tisch noch an den Orientierungsversammlungen würde sich je einer der Flughafengegner blicken lassen, um konstruktiv über die Angelegenheiten zu diskutieren. «Das ärgert mich nun schon seit beinahe 20 Jahren und musste nun endlich einmal gesagt werden», so Robert Raths.

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