Der Abstieg ist (k)ein Thema

Wie erwartet spielen die beiden zweiten Mannschaften von Altstätten und Widnau in der hinteren Region der Tabelle mit.

Mäx Hasler
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FUSSBALL. Nach der Hinrunde in der dritten Liga hängen vor allem über dem Altstätter Grüntal düstere Wolken. Wenn die Punkteausbeute eines Teams nicht stimmt, spricht man vielfach von zu wenig, um zu Leben und zu viel, um zu Sterben. Dieses trifft auf Altstätten II beides nicht zu. Die zwei Punkte aus der Hinrunde sind schlicht und einfach gesagt ein Grund zum Verhungern.

Einfach zu wenig

Letzter Rang mit den zweitmeisten Strafpunkten und dem negativen Torverhältnis von minus 19 – nur Staad hat noch das schlechtere – müssten eigentlich den sicheren Abstieg bedeuten.

Die beiden Unentschieden gegen die Mitabstiegs-Kandidaten Staad 0:0 und Widnau 1:1 sind nicht der Rede wert. So richtig auf die Socken bekam die Mannschaft zwar nie, die höchste Niederlage datiert mit 4:0 aus dem letzten Hinrundenspiel gegen Au-Berneck.

Zwei Tore in neun Spielen

Gegen Steinach musste s'Zwei zwar fünf Tore einstecken, schoss aber immerhin drei. Gegen Rebstein gab es eine 2:3-Niederlage, die wieder zu etwas Hoffnung Anlass gab.

Der Wurm liegt im Sturm, denn von den sieben Toren, die Altstätten erzielte, gehen fünf davon auf das Konto von zwei Spielen. Wer in neun Spielen nur zwei Töpfe macht, muss sich nicht beklagen, wenn er sich im Frühling eine Liga tiefer wiederfindet. Dies sieht auch Co-Trainer Mario Haller so. «Die Tabelle lügt nicht. Zwei Punkte, letzter Platz, Torverhältnis 7:26 – das ist viel zu wenig, um in dieser Liga bestehen zu können. Das grösste Problem ist, dass wir in elf Spielen kein einziges Mal in Führung gingen und immer irgendeinem dummen Goal hinterherliefen. Auch konnten wir nie ein Spiel noch kehren, obwohl wir unsere Chancen hatten. Kurzum, wir haben ein grosses Problem im Sturm.»

Schwerwiegende Abgänge

Mit den Abgängen der Stammspieler Vlado Ljubicic, Christoph Fehr, Silvan Luggen, Nino Scherrer, Thomas Ritter und den Verletzten Sven Ender, Michi Wyss, Florim Imeri und Francesco Bologna sei nicht nur Qualität verlorengegangen, sondern auch die Erfahrung und Führungsqualität.

Dass der Mannschaft kein einziger Penalty zugestanden wurde, obwohl es ganz klare Fouls waren, sei auch nicht gerade erbauend.

Die Mannschaft müsse nun ein wenig abschalten und mit neuer Energie und Motivation in die Vorbereitung gehen, und sich dort wieder die Freude am Fussball zurückholen. Vielleicht kommt sie dann wieder auf die Siegerstrasse zurück.

Am Ziel Klassenerhalt werde man jedenfalls festhalten und die elf «Endspiele» in der Rückrunde annehmen.

Bessere Ausgangslage

Etwas besser sieht die Ausgangslage für das Widnauer Zwei aus, obwohl dieses auch ein Torverhältnis von minus 17 hat. Immerhin hat Widnau neun Punkte. Auf der Aegeten ist der Wurm eindeutig in der Abwehr, denn mit 21 geschossenen Toren, könnte die Truppe um einige Ränge weiter vorne sein.

Trainer Sala Frei führt die vielen Gegentore darauf zurück, dass seine junge Mannschaft vielfach zu unkonzentriert spielt. Für die Rückrunde ist in dieser Hinsicht Besserung angesagt. Für den Trainer ist auch die Fehlpass-Quote viel zu hoch. Statt mit einem einfachen Ball den nächsten Mann zu suchen, versuchen die Jungs vielfach den schwierigen Ball zu spielen, was öfters verheerende Folgen gehabt habe.

Ein weiterer Negativpunkt sieht Frei in den vielen Roten Karten, die vom Gegner manchmal rigoros ausgenutzt wurden.

Widnau II steigt nicht ab

«Auch wenn wir in der Vorrunde zu viele Tore erhalten haben, werden wir nicht absteigen», ist der Trainer überzeugt, «ich erwarte aber, dass wir in der Rückrunde wieder vermehrt als Mannschaft auftreten, was wir in der Hinrunde nicht taten.»

Dass sein Team nichts recht auf Touren kam, schreibt der Trainer auch dem Umstand zu, weil er ständig umstellen musste.

Hoffnung auf den Ligaerhalt hat Sala Frei ausserdem, weil sein Team im Schnitt pro Spiel zwei Tore machte. Wenn es so weitergeht und wenn die ganze Mannschaft auch defensiv besser arbeitet, sei der Abstieg für das Widnauer Zwei kein Thema.

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