Der Abfall kommt unter die Erde

Der Zweckverband Kehrichtverwertung Rheintal (KVR) plant die Einführung flächendeckender Unterflursysteme für alle Sammelstellen in seinem Einzugsgebiet. Bis März 2019 soll das Konzept stehen.

Susi Miara
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Wie hier an der Nefenstrasse in Au sind im Einzugsgebiet des KVR rund 70 Unterflur-Container in Betrieb. (Bild: Susi Miara)

Wie hier an der Nefenstrasse in Au sind im Einzugsgebiet des KVR rund 70 Unterflur-Container in Betrieb. (Bild: Susi Miara)

Wenn es nach dem KVR geht, sollen schon bald die Abfallsäcke aus dem Strassenbild verschwinden. «Bis spätestens in zehn Jahren soll der Abfall nur noch in unterirdischen Sammelstellen entsorgt werden können», sagt der Präsident des Zweckverbands KVR, Alex Arnold. Bereits im März 2019 möchte er den Delegierten ein Konzept für die Einführung flächendeckender Unterflursysteme vorlegen. «Anschliessend können wir mit der konkreten Planung beginnen.»

Er ist sich bewusst, dass auf den Zweckverband viele Herausforderungen und Kosten von einigen Millionen Franken warten. «Die Idee ist, dass der KVR die Kosten für das System übernimmt, die Gemeinden stellen dafür den Boden zur Verfügung», erklärt Arnold. Für ein Unterflursystem sprechen viele Aspekte, so zum Beispiel das Bedürfnis der Bevölkerung, den Abfall täglich entsorgen zu können. Die meisten Gemeinden haben ausserdem heute schon ihr Baureglement angepasst und verlangen bei grösseren Überbauungen ein Unterflursystem für die Abfallentsorgung.

Im Einzugsgebiet des Zweckverbands KVR seien bislang schon rund 70 Unterflur-Container in Betrieb und 40 in Planung, sagt Daniel Brack, Geschäftsführer des KVR. In Au an der Quellenstrasse und in Heerbrugg an der Gartenstrasse entstehen zurzeit zwei solche Unterflur-Container. «Wir haben die Bautätigkeit in diesem Gebiet zum Einbau der Container genutzt», sagt Gemeindepräsident Christian Sepin. Die Gemeinde möchte so bald wie möglich flächendeckend das Unterflur-System einführen. «Um unsere Arbeit besser zu koordinieren, warten wir das Konzept des KVR ab.» Christian Sepin ist sich bewusst, dass eine solche Umstellung nicht nur Vorteile mit sich bringt. «Der Abfall kann zwar zu jeder Zeit entsorgt werden, es ist aber auch klar, dass nicht vor jedem Haus ein Unterflur-Container eingebaut werden kann und man somit einige Meter bis zum nächsten Container laufen muss.» Alex Arnold kann hier aus Erfahrung berichten: «Jeder möchte den Abfall in unmittelbarer Nähe seines Hauses entsorgen können, aber kaum jemand möchte den Container auf dem eigenem Grundstück haben.»