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Deponie grösser und sicherer

OBERRIET. Ab Frühjahr 2014 könnte im Unterkobel wieder deponiert werden. 50 Bürger der Politischen Gemeinde Oberriet diskutierten gestern Abend im Pfarreiheim in Kobelwald über die geplante Sanierung und Erweiterung der Deponie.
Kurt Latzer
Die Aufschüttungsarbeiten in der Deponie Unterkobel der Robert König AG in Oberriet ruhen. Verläuft alles nach Plan, könnte dort ab nächstem Frühjahr wieder deponiert werden. (Bild: Kurt Latzer)

Die Aufschüttungsarbeiten in der Deponie Unterkobel der Robert König AG in Oberriet ruhen. Verläuft alles nach Plan, könnte dort ab nächstem Frühjahr wieder deponiert werden. (Bild: Kurt Latzer)

Für eines waren die Erdrutsche in der Deponie Unterkobel im vergangenen Jahr gut: Nicht nur die Verantwortlichen der Deponiebetreiberin, der Robert König AG, haben dazugelernt, sondern auch die der Aufsichtsbehörden. Aus diesem Grund hat ein ganzer Stab von Fachleuten einen Massnahmenplan ausgearbeitet.

Mit Kies stabilisieren

Auf der bestehenden Anlage und der in Etappe III geplanten Erweiterung soll zusätzlich gestützt und entwässert werden. Geplant ist, den Fuss der Deponie um 30 Meter ins Kulturland zu verschieben. Um dem neuen Fuss mehr Stabilität zu verleihen, wird er über sogenannte Kiesstopfsäulen bis in eine Tiefe von etwa sieben bis acht Metern mit Kies befestigt. Beim aufgeschütteten Hang sollen etwa 30 Meter lange Drainagenägel für zusätzliche Entwässerung sorgen.

Nicht die Wirtschaft bestimmt

Weiter wird die Deponie mit vielen Messpunkten und Sonden versehen; damit wird es möglich, Verschiebungen im Gelände und Veränderungen bei der Wassermenge früh zu erkennen. Bei den Untersuchungen, die nach dem Hangrutsch von 2012 durchgeführt wurden, hat sich herausgestellt, dass sich weitere Faktoren negativ auf die Stabilität ausgewirkt haben; die Qualität des Materials und die Geschwindigkeit, mit der aufgeschüttet wurde, haben die Rutschungen begünstigt.

Deshalb werden in Zukunft weder Unternehmer noch Deponiebetreiber entscheiden, was und wie schnell zu deponieren ist. Auf die Bedenken einzelner Bürger, dass dies auch eingehalten wird, sagte der Oberrieter Gemeindepräsident Rolf Huber: «Im Dienstbarkeitsvertrag zwischen der Robert König AG, der Ortsgemeinde Holzrhode Kobelwald und der Politischen Gemeinde Oberriet ist eine Überwachungskommission enthalten.» Geologen und weitere Fachleute gäben in Zukunft das Tempo vor und hätten zu bestimmen, was deponierbar ist und was nicht.

Strasse gab zu reden

Mit der Erweiterung der Deponie vom Fuss her in Richtung des bestehenden Hangs entsteht ein zusätzliches Feststoffvolumen von rund 130 000 Kubikmetern. In südlicher Richtung, der Felswand entlang, soll Raum für weitere 80 000 Kubikmeter Füllmaterial geschaffen werden. Um dies zu ermöglichen, muss die Zubringerstrasse teilweise verlegt und ganz asphaltiert werden. Sie soll wie bisher über die Moos- und Rietlibachstrasse führen, dann aber über den Rietlilooweg zur Deponie führen. Und dies stiess einzelnen Bürgern etwas sauer auf. Einer glaubt nicht, dass die Lastwagen um die Kurven kämen, ohne fremde Parzellen zu berühren. Ein anderer Bürger meint, dass wegen der Belastung der angrenzende Bach Schaden nehmen könnte. Rolf Huber versicherte, dass auch darauf ein Auge geworfen werde. Er rät den Bürgern, den Teilstrassenplan zu studieren und wenn nötig, das Gespräch zu suchen.

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