Den Umständen getrotzt

Das vierte Kartrennen der Saison 2015 von Fabio Steger fand im französischen Vesoul statt und war durch und durch chaotisch. Trotzdem erreichte er im Final noch den sechsten Platz.

Bettina König
Drucken
Teilen
Fabio Steger (vorne) fuhr im Final auf Rang sechs. (Bild: pd)

Fabio Steger (vorne) fuhr im Final auf Rang sechs. (Bild: pd)

GOKART. Fabio Steger hatte in Vesoul den ganzen Samstagvormittag Schwierigkeiten. Kurz vor Mittag stellte sich heraus, dass der Rahmen seines Karts gerissen war. Wann das passiert war, liess sich nicht mehr nachvollziehen, aber es erklärte seine Fahrprobleme.

Kompletter Kart-Umbau

Mechaniker und Teamchef machten sich sofort an die Arbeit und schraubten in einem Rekordtempo jedes einzelne Teil bis hin zur kleinsten Schraube vom kaputten Rahmen auf einen neuen. Eigentlich eine Tagesarbeit. In unglaublichen drei Stunden schafften sie es, dass der junge Hinterforster am Nachmittag noch zwei Trainingseinheiten fahren konnte. Eine Wahnsinnsleistung, die sein Team vollbracht hatte.

Schwierige Verhältnisse

Da es die ganze Nacht regnete, war die Strecke am Rennmorgen immer noch nass. Wie immer bei solchen Verhältnissen drehten sich die Fahrer und rutschten von der Piste. Gegen zehn Uhr trocknete die Strecke langsam ab, und die Piloten waren nur noch teilweise mit Regenreifen unterwegs.

Im Zeitfahren startete Steger im Mittelfeld, wurde aber immer langsamer, weil das Chassis klemmte. Er kämpfte sich durch und beendete als Elfter, mit nur vier Zehntel Rückstand auf den Führenden.

Rang sechs im Final

Ab dem ersten Lauf war die Stimmung der Piloten extrem aufgeheizt. Schon in der ersten Runde krachte es gewaltig. Fabio Steger war mittendrin, wurde auf den 16. Platz zurückgeworfen, konnte aber Runde für Runde Zeit gutmachen und beendete als Achter, knapp einen Zehntel hinter dem Führenden.

Im Final erwischte der Hinterforster einen schlechten Start und fiel wieder zurück. Er überholte, wurde aber immer wieder blockiert, so dass er schwer nach vorne kommen konnte. Trotzdem beendete er im sechsten Gesamtrang.