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Den Schützen laufen die Kollegen davon

Wie aus der Delegiertenversammlung hervorgeht, steht den St. Galler Schützenvereinen eine Um- und Restrukturierung bevor. Im Rheintaler Verband kam das nicht bei allen gut an und dürfte noch für rote Köpfe sorgen.
Mäx Hasler
Sie stehen für die Zukunft und wurden an der DV geehrt. Die besten Jungschützen 300 Meter: (v. l.) Florian Marxer, SG Berneck (2. Rang), Patrick Büchel (1.) und Olivia Amstutz (3.), beide MSV Kriessern. (Bild: Mäx Hasler)

Sie stehen für die Zukunft und wurden an der DV geehrt. Die besten Jungschützen 300 Meter: (v. l.) Florian Marxer, SG Berneck (2. Rang), Patrick Büchel (1.) und Olivia Amstutz (3.), beide MSV Kriessern. (Bild: Mäx Hasler)

SCHIESSEN. Das längste Traktandum der 134. Delegiertenversammlung, zu der Präsident Daniel Dietsche im Rheinausaal in St. Margrethen 67 Abgeordnete, davon 64 Stimmberechtigte, begrüssen durfte, war das Ehren verdienter Schützen. Das heisseste Traktandum war aber «Mitteilungen und Umfragen», bei dem Erich Hagmann, Vizepräsident des St. Galler Kantonalschützenverbandes, zum Status quo des Verbandes referierte. Tatsachen, die viele Anwesende lieber nicht gehört hätten.

Vereinssterben

Um dem Mitgliederschwund und der Auflösung von immer mehr Vereinen entgegenzuwirken, sind nämlich Vorbereitungen für eine Um- und Restrukturierung im Gang. Eine Planungsgruppe ist daran, ein Konzept zu erarbeiten, das die Zukunft und das Überleben des St. Galler Kantonalschützenverbandes (SGKSV) sichern soll.

Dazu präsentierte Hagmann Zahlen, die zum Nachdenken Anlass geben. Zum SGKSV gehören 159 Vereine, davon 44 Pistolenvereine, die in acht Regionalverbände aufgeteilt sind. Im vergangenen Jahr haben sich wieder fünf Vereine aufgelöst, schweizweit waren es deren 132. An der kommenden Präsidentenkonferenz soll daher ein Antrag über die Auflösung der acht Mitgliederverbände behandelt werden, um diese dann in drei Regionalverbände zu integrieren. Aus einigen Regionalverbänden gebe es bereits positive Signale.

Nicht aber vom SV Rheintal. Niklaus Wenk, Rheintaler Feldschiessen-Sieger und 300-Meter-Meister 2015, bezeichnete dieses Vorhaben als «Gugus». Er könne sich nicht vorstellen und sei auch dagegen, dass die Vereinsvermögen ohne Murren an einen der drei Regionalverbände übergehen. Rote Köpfe dürften darum bei vielen Schützen in nächster Zeit vermehrt zu sehen sein.

Mitgliederschwund

Dabei müssen sich aber auch die Rheintaler Schützen Gedanken machen, wie es weitergeht. Die Realität sieht nämlich so aus, dass auch im letzten Jahr wieder ein Mitgliederschwund hingenommen werden musste. Mit einer Gedenkminute wurde der acht Verstorbenen gedacht. Dazu kamen 17 Kameraden, die ihren Vereinen aus diversen Gründen den Rücken kehrten. Die aktuelle Mitgliederzahl: 979 Schützen, vor fünf Jahren waren es noch 1185. Schützen mit Lizenz verringerten sich in den fünf Jahren von 700 auf 562. Das muss den Verantwortlichen zu denken geben.

Gesunder Verein

Abgesehen vom Mitgliederschwund darf der RSV aber als gesunder Verein bezeichnet werden. Die Vorstandsämter sind alle besetzt. Für den demissionierenden Chef Nachwuchs 300 Meter, Roger Zinsli, wurde in der Person von Dunja Graf vom SV Rüthi-Büchel Ersatz gefunden. Mit der Wahl von Graf, die eine gute Nachwuchstruppe übernehmen kann, ist auch der Frauenanteil gestiegen, denn mit Manuela Keller und Elsi Stieger sind noch zwei weitere Frauen für die Geschicke des Vereins zuständig.

Auch Schützenmeister Jürg Timm hat seinen Rücktritt angekündigt, gibt dem Verein aber zwei Jahre Zeit, einen Nachfolger zu suchen. Finanziell steht der Verband auf gesunden Füssen, denn Kassier Kurt Hollenstein konnte einen Gewinn von 600 Franken verkünden. Das Budget 2016 sieht einen ähnlichen Gewinn vor.

Ranglisten und Ehrungen: www.rheintal.sgksv.ch

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