Dem Verein ein neues Gesicht gegeben

Hinter der Zahl 58 stehen interessante Proben und flotte Auftritte. Dirigent Rainer Moosbrugger, der nun seit mehr als einem Jahr den Widnauer Chor leitet, hat dem Verein ein neues Gesicht gegeben. Ihm liegt viel an einer intensiven und spannenden Probenarbeit.

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Hinter der Zahl 58 stehen interessante Proben und flotte Auftritte. Dirigent Rainer Moosbrugger, der nun seit mehr als einem Jahr den Widnauer Chor leitet, hat dem Verein ein neues Gesicht gegeben. Ihm liegt viel an einer intensiven und spannenden Probenarbeit. Er leitet diese Proben mit viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Ruhe. Der erfahrene Musiklehrer Moosbrugger weiss genau, dass mit einem Chor, der mehrheitlich aus Rentnern besteht, das Lerntempo nicht zu hoch sein darf. Wichtig ist die sinnvolle Nutzung der Probenzeit, was auch pünktlicher Beginn bedeutet. Langweilige Wartezeiten in der Probe kommen nicht vor. Wichtig ist die dauernde Beschäftigung, damit die Sänger nicht abgelenkt werden. Falls nicht immer das Notenblatt zur Hand ist, so ist der Weg zum Auswendigsingen auch nicht mehr weit und gelingt unerwartet schnell. Wenn der Chor und sein Leiter bereit sind, für das Erreichen ehrgeiziger Ziele etwas mehr Zeit zu investieren als dies ein junger Chor braucht, und sie sich sorgfältig auf jeden Auftritt vorbereiten, so ist der Erfolg durchaus möglich. Die Widnauer Männer haben den Massstab ihrer Ansprüche höher setzen müssen und dürfen – damit auch der ehrgeizige Chorleiter von der gemeinsamen Arbeit überzeugt ist. Es ist im vergangenen Jahr aber nicht nur beim guten Willen geblieben. Bewiesen hat der Männerchor an der Lieder-Matinee vom 4. Juli im Metropolsaal und am Adventskonzert in der katholischen Kirche, dass die Formkurve des Vereins aufwärts zeigt. An beiden Anlässen hat der Chor in einem vollen Saal und in einer fast vollen Kirche die sorgfältig ausgewählten Lieder konzentriert und schön interpretiert vorgetragen.

Rainer Moosbrugger konnte die Männer für den Gesang neu begeistern. Nicht umsonst ist der Probenbesuch inzwischen bei sehr guten 83 Prozenten angelangt. Fünf Mitglieder haben im letzten Jahr Lust auf Chorgesang gespürt und sind neue Mitglieder geworden. Wenn im Durchschnitt 34 Sänger an der Probe anwesend sind, so ist es für alle Beteiligten angenehmer zu singen und zu lernen als wenn mit Mühe und Not die einzelnen Stimmen ausreichend vertreten sind. Nicht weniger als 16 Sänger durften für fleissigen Probenbesuch – nicht mehr als fünf Absenzen – geehrt werden. (wf)

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