Dem Städtli droht kaum Gefahr

Die bereinigte Naturgefahrenkarte für Rheineck liegt nun vor. Fast das gesamte Gemeindegebiet liegt im gering gefährdeten Gebiet.

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Rheineck. Naturgewalten bedrohen Menschen, Tiere, aber auch Sachgüter seit jeher. Trotz technischem Fortschritt können Naturgefahren wie Lawinen, Steinschlag, Murgänge oder Überschwemmungen nicht vollständig beseitigt werden. Lange Zeit galten Kunstbauten wie Dämme und Verbauungen als die beste Schutzmassnahme. Sie führten zu einer Besiedlung und Nutzung auch derjenigen Grundstücke, die im Einflussbereich der naturgefährdeten Gebiete liegen. Schwere Unwetter in den 1980er- und 90er-Jahren zeigten die Grenzen der künstlichen Verbauungen.

Die neuere Wald- und Wasserbaugesetzgebung trägt diesen Erkenntnissen Rechnung. Sie sieht wieder vermehrt vor, den von der Natur beanspruchten Raum freizuhalten; von den Naturgefahren stark bedrohte Gebiete sollen nicht mehr grenzenlos genutzt werden; eine weitere Einengung der natürlichen Gewässer vermag starken Ereignissen nicht standzuhalten. Eine Nutzung, die den Naturgefahren Rechnung trägt, hat Auswirkungen auf die Ausdehnung der Besiedlung.

Die Kantone wurden beauftragt, Gefahrenkarten zu erstellen und diese bei raumwirksamen Tätigkeiten zu berücksichtigen. Der Kanton St. Gallen lancierte 2007 kantonsweit die Erstellung von Naturgefahrenkarten. In der Zwischenzeit liegt die bereinigte Gefahrenkarte für Rheineck vor. Sie gibt das grundsätzliche Gefährdungspotenzial in den betroffenen Gebieten für Rheineck grob, aber plausibel wider.

Sie zeigt auf, in welchen Gebieten im Falle von konkreten Bautätigkeiten oder baulichen Massnahmen weitergehende Abklärungen mit einem tieferen Detaillierungsgrad empfohlen oder vorzunehmen sind. Den meisten Gefahren kann mit baulichen oder raumplanerischen Massnahmen wirksam begegnet werden. Insgesamt weist Rheineck einzig unmittelbar entlang der Bachläufe Gstalden-/Freibach, Steinlibach, Töbelimüli- und Groppenbach eine stärkere Gefährdung auf. Mittlere Gefährdungen sind in Teilbereichen im Hanggebiet Spanierhof/Neuen auszumachen.

Erhebliche Gefährdungsgebiete sind aufgezeigt in den überschwemmungsgefährdeten Flächen südlich der Thalerstrasse, Stapfenwis, Strenglen und im Gebiet Löwenhof. Fast das gesamte Gemeindegebiet liegt im gering gefährdeten Gebiet. Mit der geplanten Bachsanierung Gstalden-/Freibach kann die Situation in der Fläche noch einmal deutlich verbessert werden.

Derzeit untersucht ein Ingenieurbüro, mit welchen baulichen Vorkehrungen und oder planerischen Mitteln eine Gefährdung zusätzlich reduziert werden kann. Die Naturgefahrenkarte weist ein ähnliches Gefährdungsbild auf, wie jene Grundlagen, die im Zusammenhang mit der Bachsanierung erarbeitet worden sind. Bei der Gefahrenkarte handelt es sich um ein vom Kanton erlassenes Planungsinstrument.

Die aus der Gefahrenanalyse gewonnenen Erkenntnisse werden in die Überarbeitung des Baureglementes einfliessen. Daraus können sich präventive Vorkehrungen für künftige Bauvorhaben ergeben. Die Naturgefahrenkarte liegt bis 31. August öffentlich auf. Auskünfte erteilen die Abteilung Werke oder das Stadtpräsidium.

Eröffnungsfeier Bushof

Nach einer Bauzeit von rund zehn Monaten wird der neue Bushof Rheineck am 3. Juli um 10 Uhr offiziell eröffnet. Der Festakt mit Ansprachen von Kanton, Stadt und Architekt wird umrahmt vom Musikverein.

Eine Festwirtschaft steht für die Bevölkerung von 10.30 bis 13.30 Uhr zur Verfügung, wobei Bier und Mineral gratis abgegeben werden. Für Wurst und Brot wird ein kleiner Unkostenbeitrag erhoben. Die Bevölkerung ist herzlich eingeladen.

Beliebte Generalabonnements

Die beiden unpersönlichen SBB-Generalabonnements der Stadt sind auch im fünften Jahr auf grosses Interesse gestossen. Gesamthaft wurden die Tageskarten an 637 Tagen benützt. Dies entspricht einer Auslastung von 92,2 Prozent. Die Tageskarten zum Preis von 35 Franken können auf www.rheineck.ch, auch mit Online-Zahlung oder während den Schalterstunden im Büro 2 bestellt werden. (sk)

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