«Deckelbad» feierte Premiere

Es war eine glanzvolle Premiere: Etwa 600 Personen feierten gestern im Kino Theater Madlen in Heerbrugg die erste Aufführung des neuen Films des Rheintaler Filmemachers Kuno Bont.

Kurt Latzer
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Die Kinobesucher haben gestern Abend im Kino Theater Madlen in Heerbrugg eine glanzvolle Premiere erlebt. (Bilder: Kurt Latzer)

Die Kinobesucher haben gestern Abend im Kino Theater Madlen in Heerbrugg eine glanzvolle Premiere erlebt. (Bilder: Kurt Latzer)

HEERBRUGG. Ein roter Teppich vor dem Kino; im ganzen Quartier kein freier Parkplatz mehr; weisse Zelte, in denen sich die Scharen von Besuchern sowie Protagonisten unterhalten und kulinarisch verwöhnen lassen konnten. Die ersten, die den Film zu sehen bekamen, waren alle Leute, die in irgend einer Form zum jüngsten Werk von Kuno Bont beigetragen hatten.

Robin Hood der Kulturszene

Erst nach dem folgenden Apéro kamen die anderen Kinogäste in den Genuss der Premiere. Als erster begrüsste Kino-Inhaber Aldo Zäch die Gäste. Er ging kurz auf das Kino Madlen und dann auf das gemeinsame bestreben von Kuno Bont und ihm selbst ein, die Kultur in der Region zu beleben. Den Rheintaler Filmemacher bezeichnete Aldo Zäch als Robin Hood der Rheintaler Kulturszene. Besonders freue ihn, dass so viele Leute die Premiere des Filmes Deckelbad im «Madlen» besuchten.

Als Nestbeschmutzer tituliert

Um die Vorführung des Films nicht allzu lange hinauszuzögern, wolle er sich sehr kurz halten, meinte Kuno Bont. Es war keine Beschreibung des Films, sondern eine Aufzählung von dem, was er bei der Arbeit und später beim betrachten des Streifens gefühlt habe. «Der Film erinnert mich an meine eigene Jugend, Leute und Begebenheiten aus der Region. Dies alles hat mich sehr bewegt», sagte Bont. Bei der Vorstellung des Filmemachers hiess es, er beleuchte mit seinem jüngsten Werk die dunkle Seite der Vergangenheit in der Region, zu der es viele Parallelen zur heutigen Gesellschaft gebe, wie etwa Ausgrenzung und Vetterliwirtschaft. Dafür habe er nicht nur Lob geerntet: «Man hat mich wegen des Films auch einen Nestbeschmutzer genannt», meinte Kuno Bont. Für ihn sei es ein wichtiges Werk. «Ich bin heute der glücklichste Mensch, weil das unsägliche Werk nun endlich beendet ist», lächelte Bont. Hätte er vorher eine Ahnung gehabt, vom immensen Aufwand, hätte er mit dem Film wohl nie begonnen.

Aldo Zäch (links) und Kuno Bont waren begeistert, über den Grossaufmarsch.

Aldo Zäch (links) und Kuno Bont waren begeistert, über den Grossaufmarsch.