Das Zwoa steht auf der Eins

Die Reserven des SC Rheintal gewinnen das erste 4.-Liga-Aufstiegsspiel gegen Sursee II klar mit 7:2 (1:0, 3:0, 3:2). Die Rheintaler konnten sich sogar eine schlechte Chancenverwertung leisten.

Yves Solenthaler
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Simon Dünner (links) und Sascha Moser hindern einen Spieler des EHC Sursee II am Durchbruch. (Bild: Yves Solenthaler)

Simon Dünner (links) und Sascha Moser hindern einen Spieler des EHC Sursee II am Durchbruch. (Bild: Yves Solenthaler)

1:0 stand es, als kurz vor Ende des ersten Drittels ein Innerschweizer Stürmer allein auf den 47-jährigen SCR-Keeper Björn Infanger carven konnte. Der frühere 2.-Liga-Goalie in Engelberg, inzwischen Prorektor an der Kanti Heerbrugg, bewahrte aber wie mehrmals in dieser Partie die Ruhe und hielt sein Team in Führung.

Das Tor hatte nach elf Minuten Sascha Moser erzielt. Der letztjährige Captain des 1.-Liga-Aufstiegsteams hatte im Powerplay seinen ersten von drei Treffern an diesem Abend erzielt. Ansonsten scheiterten Moser und seine Stürmerkollegen im ersten Abschnitt jedes Mal an Sursees tapferem Keeper Martin Husmann.

Rheintaler ziehen unhaltbar davon

Die Rheintaler waren schon im ersten Abschnitt tonangebend. Im zweiten Drittel brachten sie aber auch physische Elemente ein. So schnürten die SCR-Reserven die Gäste aus dem Kanton Luzern in deren Drittel ein. In numerischem Gleichstand war aber nur Moritz Pilgram erfolgreich, er veredelte in der 24. Minute einen Pass von Tino Sutter zum 2:0. Das 3:0 durch Sutter, auch einer der 1.-Liga-Aufstiegshelden vor einem Jahr, und das 4:0 durch Moser fielen wieder in Überzahl. Vor dem 3:0 waren die Rheintaler einmal mehr an Sursees Husmann gescheitert. Aber der Puck prallte genau an den Stock von Tino Sutter, von wo er ins Tor flog.

Im letzten Abschnitt bauten die Rheintaler den Vorsprung auf 7:0 aus. Ein Gegentor in Unterzahl (und später noch eines in Überzahl) verhinderte aber den Shutout von Goalie Infanger.

Am deutlichen Sieg des SCR änderten diese finalen Nachlässigkeiten nichts. Die Mannschaft mit vielen früheren 2.-Liga-Akteuren scheint reif zu sein für die 3. Liga. Das hat sie bereits in der Regular Season bewiesen, in der 16 Siege in 18 Spielen gelangen, woraus der erste Rang resultierte. Auf die Eins gesetzt haben sich die SCR-Reserven auch vereinsintern: Während die erste Mannschaft heute Abend noch ein bedeutungsloses Spiel in Reinach bestreitet, verschiebt sich der Fokus aufs Zwoa. Im Zentrum steht die Frage: Steigen die von Rupert Hutter und Jürg Flückiger trainierten Spieler in die 3. Liga auf?

Was die Rheintaler brauchen, um die Promotion zu schaffen, ist nicht ganz klar. Mit drei Siegen in der sogenannten «Masterround» sollte der Schritt in die höhere Liga aber möglich sein. Die weiteren Spiele bestreiten die SCR-Reserven am Samstag, 9. März, in Wil, und am Dienstag, 12. März, zu Hause gegen Faido.

Im Team sind einige Spieler, die vom letzten Jahr her mit dem Fanionteam noch wissen, wie man einen Aufstieg schaffen kann. Allerdings wünschen sich die SCR-Reserven beim entscheidenden Aufstiegs-Heimspiel in zehn Tagen etwas mehr Zuschauer als am Dienstag. Vielleicht wird für dieses letzte Saison-Highlight im Gegensatz zum Sursee-Spiel nochmals der «Ostrank» geöffnet.

4. Liga, Masterround

Rheintal II – Sursee II 7:2 (1:0, 3:0, 3:2)

Aegeten – 50 Zuschauer – SR: Kostelac/Grübel.

Tore: 11. Moser 1:0; 25. Pilgram (Sutter) 2:0, 34. Sutter 3:0, 37. Moser (Schlegel, Obrist) 4:0; 42. Schawalder (Sutter) 5:0, 44. Moser (Schlegel) 6:0, 46. Schlegel 7:0, 56. Köppel 7:1, 58. Hauenstein 7:2.

Strafen: Je 5×2 Minuten.

Rheintal: Infanger; S. Dünner, Bürki, Breu, Künzler, Liechti, Bärtsch; Moser, M. Dünner; Schläpfer, Schlegel, Obrist, Hubatka, Meier, Sutter, Schawalder, Pilgram.