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Das zweite Stängeli knapp verpasst

Mit einer tadellosen Teamleistung besiegt der SC Rheintal das unterklassige Samedan im Cup 19:0 (4:0, 8:0, 7:0). Jan Monstein liess sich je vier Tore und Assists notieren, vier Spieler erzielten je fünf Skorerpunkte.
Sepp Schmitter

Bei diesem Resultat könnte man leicht ins Schwärmen geraten und überheblich werden. Neunzehn Tore, elf verschiedene Torschützen, 100 Prozent Erfolg im Powerplay, ein Shorthander, zu Null gewonnen und im Cup eine Runde weiter, was will man mehr. Nüchtern betrachtet ist es aber auch nur ein Sieg gegen eine 3.-Liga-Mannschaft, die mit nur 13 Feldspielern angetreten ist, wohl mit dem Ziel, weniger als 20 Tore zu kassieren.

Die neue Eisbahn in Samedan ist ungewohnt, weil offen; das Restaurant: wegen Krankheit geschlossen. Das Spiel unter freiem Himmel entwickelte sich mehr als einseitig. Welle um Welle rollten die Angriffe auf den besten Mann des Heimteams, den Torhüter, zu und in schön regelmässigen Abständen fielen die Tore. Beachtlich ist die Fangquote von Pascal Schärli (gefühlte 50 Prozent), er hielt, was zu halten war.

Wenn man die Dutzende von Fehlschüssen der Rheintaler noch dazurechnet, so hätte das Resultat weit höher ausfallen können. Dass ein Torhüter bei diesem Resultat nicht ausgewechselt wurde, war wenig erstaunlich, da schlicht kein Ersatz vorhanden war. Fabian Lütscher auf der Gegenseite musste sich nur im wörtlichen Sinne warm anziehen. Er hatte einen ruhi­gen Abend, brauchte nur wenig einzugreifen, und eine wirklich brenzlige Situation gab es eigentlich nie. Sein Ersatzmann an diesem Abend, Ramon Metzler, hatte als Türsteher weit mehr zu tun.

Die drei Unparteiischen hatten leichtes Spiel mit dem Spiel, das immer sehr fair ausgetragen wurde, denn es gab nur je eine kleine Strafe auf beiden Seiten. Das Powerplay der Gäste dauerte nur 17 Sekunden, dann wurde der Sünder auf der Strafbank erlöst. Beim einzigen Ausschluss gegen die Unterländer lief das Spiel wie gewohnt im Powerplaymodus vor dem Bündner Tor weiter, ein Shorthander war die Ausbeute. Damit haben die Rheintaler den Cup-Frust vom Kloten-Spiel abgeschüttelt und etwas für das eigene Ego gemacht. Bemerkenswert ist die Leistung der jungen Spieler im Team von Roger Nater. Sandro Stoop und Lukas Thurnherr konnten sich in die Torschützenliste eintragen, und Pascal Kuster gehörte mit zwei Treffern und drei Pässen zu den Grossen dieses Spiels.

Beim SC Rheintal spielte erstmals Claudio Engler mit. Der Cousin von Renato Engler gehörte zum Kader des EHC Chur und hat nun zum SC Rheintal gewechselt. Als routinierter Verteidiger soll er den jungen Spielern in der Defensive mehr Stabilität und dem Spiel nach vorne neue Impulse verleihen und damit zum Ziel Ligaerhalt beitragen. Die Gäste bemühten sich bis zum Schluss, das Doppelstängeli zu schiessen, allein die Bündner verhinderten dieses Vorhaben erfolgreich, womit auch ihre Zielsetzung erfüllt sein dürfte.

Das Resultat ist auch im Vergleich mit der Gruppen-Konkurrenz sehenswert. Arosa schoss in einem ähnlichen Duell gegen Seetal 16 Tore, Uzwil musste zu seinen 20 Toren in Poschiavo drei Gegentreffer hinnehmen, und Wetzikon setzte sich gegen Chiasso (2. Liga) erst im Penaltyschiessen durch.

Aber morgen sind alle Zahlenspiele Schnee von gestern, dann geht es wieder um Punkte in der Meisterschaft. Die werden gegen Arosa nicht so leicht zu holen sein, aber im Bereich des Möglichen liegen.

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