Das war Widnaus dritter Streich

FUSSBALL. In einem sehr guten und abwechslungsreichen Spiel konnte der FC Widnau den Tabellenvierten FC Kreuzlingen auf eigenem Rasen nicht unverdient mit 2:1 besiegen.

Gerhard Huber
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Doppeltorschütze Sahin Irisme war nicht zu bremsen. (Bild: Ulrike Huber)

Doppeltorschütze Sahin Irisme war nicht zu bremsen. (Bild: Ulrike Huber)

Nachdem die Widnauer bereits die letzten beiden Heimspiele gegen Frauenfeld und Kosova siegreich beenden konnten, konnten sie gestern mit Kreuzlingen ein weiteres Mitglied des Führungsquartetts der 2. Liga inter als Verlierer nach Hause schicken.

Serie weiterführen

Entsprechend glücklich war Widnaus Captain Daniel Lüchinger: «Das war ein brutal intensiver Match. Man merkte in jeder Aktion, dass das Kreuzlinger Team mit zahlreichen Akteuren gespickt ist, die früher höherklassig gespielt haben. Wir haben den Kampf angenommen, und es hat sich gelohnt.»

Von Beginn an machten die Seestädter Druck. Der Gastgeber liess sich zurückfallen, attackierte spät und wartete darauf, dass die Startoffensive der Gäste verpuffte. Allerdings fiel in dieses Warten in der 10. Minute der frühe Führungstreffer für die Gäste, denen ein Freistoss von links knapp ausserhalb des Strafraums zugesprochen wurde. Während alle Defensivspieler der Widnauer einen Heber in die Mitte erwarteten, legte der ausführende Bonfardin den Ball flach zurück auf den völlig frei stehenden Labinot, der denselben in aller Ruhe ins rechte Kreuzeck zirkelte.

Die Antwort der jetzt besser spielenden Widnauer kam schon acht Minuten später – mit dem erst zweiten Torschuss der Gastgeber. Lüchinger, der eine sehr gute Partie spielte, passte von links flach in den Strafraum zu dem am Elfmeterpunkt lauernden Irisme, der von der Verteidigung vollkommen vergessen worden war. Eine solche Chance lässt sich ein geborener Goalgetter wie Irisme nicht entgehen.

Mit dem Ausgleich änderte sich die Charakteristik des Spiels, das auf einmal hin und her wogte. Aber hüben wie drüben fielen zunächst keine weiteren Tore. Gegen Ende der ersten Halbzeit übernahmen die Weiss-Blauen das Kommando und schnürten die Seestädter regelrecht ein. Der Lohn der Mühen? Der 2:1-Führungstreffer durch Irisme. Der bestens disponierte Nüesch war seinem Gegenspieler Bonfardin wieder einmal enteilt und konnte von diesem nur durch ein Foul gestoppt werden. Freistoss knapp ausserhalb des Sechzehners. Und was für einer! Irisme gelang ein Bogenschuss links um die Mauer herum, der sich ins linke Lattenkreuz drehte – unhaltbar für Goalie Avci.

Schlussoffensive der Gäste

Die zweite Halbzeit ist schnell erzählt. Ein Spiel voll schöner Kombinationen, ambitionierter Einzelaktionen und vieler Torchancen. Sowohl für die Rankovic-Elf, bei der aber Irisme, Bösch und Kuster den Ball neben oder über den Kasten setzten, als auch für die Thurgauer. Es war Widnaus Goalie Beni Frei, der seinem Namen alle Ehre machte und sein Tor die gesamte zweite Halbzeit reaktionsschnell und mit guten Paraden frei von Einschlägen hielt. So überstanden die Widnauer auch die intensive Druckphase des FC Kreuzlingen ab der 80. Minute schadlos und dürfen sich darüber freuen, einem weiteren Konkurrenten im oberen Tabellenviertel drei Punkte abgenommen zu haben.