Das Städtli ist Rettungsstützpunkt

Der Stützpunkt der Rettung St. Gallen wurde kürzlich von Rorschach nach Rheineck verlegt. Die Einsatzkräfte und das Ambulanzfahrzeug werden am Dienstag, 14. April, öffentlich vorgestellt.

Kurt Latzer
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Die VGS medicals AG «wohnt» im Rheinecker Feuerwehrdepot – das Auto in der Garage und die Mannschaft in der darüberliegenden Wohnung. (Bild: Kurt Latzer)

Die VGS medicals AG «wohnt» im Rheinecker Feuerwehrdepot – das Auto in der Garage und die Mannschaft in der darüberliegenden Wohnung. (Bild: Kurt Latzer)

RHEINECK. Die Rettung St. Gallen hat in Rheineck einen neuen Standort und mit der VGS medicals AG einen privaten Kooperationspartner. Das Ambulanzfahrzeug steht in der Garage des Feuerwehrdepots und die Rettungssanitäter sind in der darüberliegenden Wohnung untergebracht.

Am Mittwoch haben Günter Bildstein, Leiter Rettung St. Gallen, Enzo Termine, Kommandant Sicherheitsverbund R-T-L, und Victor Graf, Geschäftsführer VGS medicals AG, den Stützpunkt kurz vorgestellt und über den Tag der offenen Tür informiert. Am kommenden Dienstag, 14. 4., ist in der Schweiz der «Tag der 144er-Organisationen». Von 16 bis 20 Uhr findet dann im Rheinecker Feuerwehrdepot in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr die Präsentation des neuen Rettungs-Stützpunktes statt. «Die Erwachsenen können die Einrichtung besichtigen und uns über die Arbeit befragen. Für Kinder gibt es ein spezielles Programm, zudem eine Festwirtschaft», sagt Victor Graf.

2017 vielleicht schon in Buriet

Zu sehr allerdings sollten sich die Rheinecker nicht an die Ambulanz im Städtli gewöhnen. Denn sobald das geplante Depot des Sicherheitsverbundes R-T-L auf dem «Arena»-Areal in Buriet bezugsbereit ist, wird der Rettungsstützpunkt vom Städtli dorthin verlegt. «Dies ist für uns sehr wichtig, weil sich der Stützpunkt dann in unmittelbarer Nähe zum Autobahnanschluss befindet», sagt Günter Bildstein. Wichtig, weil die Rettung St. Gallen im Kanton die Vorgabe zu erfüllen hat, 90 Prozent der Bevölkerung im Einzugsgebiet in lebensbedrohender Situation innerhalb von 15 Minuten zu erreichen. Noch ist das neue Depot in Buriet in Planung. Enzo Termine ist optimistisch, was den Terminplan anbelangt. «Ich glaube, dass wir 2017 den Spatenstich durchführen und das Depot im selben Jahr beziehen können», meint der Kommandant. Er bezeichnet den Neubau als Meilenstein für den Sicherheitsverbund Rheineck-Thal-Lutzenberg und die Rettung St. Gallen.

Einsatzort ist variabel

Und bis wohin fährt die in Rheineck stationierte Ambulanz? Genau beantworten lässt sich diese Frage nicht. «Es kommt stets das dem Notfall am nächsten gelegene Rettungsmittel zum Einsatz», sagt Günter Bildstein. Gibt es beispielsweise in Montlingen einen Notfall, während die Ambulanz des Stützpunktes Schützenwiese in Kriessern anderswo unterwegs ist, kann das Ambulanzfahrzeug aus Rheineck zum Einsatz kommen. Passiert im Gegenzug in Thal etwas, und der Rettungswagen aus St. Gallen fährt auf der Autobahn in der Nähe des Einsatzortes, bleibt der «Rheinecker Wagen» in der Garage. Normalerweise aber wird das Ambulanzfahrzeug aus Rheineck in der Region Rorschach bis St. Margrethen zu sehen sein, ist Günter Bildstein überzeugt. Eines ändert sich mit dem Umzug des Stützpunktes von Rorschach nach Rheineck nicht. Das Spital Rorschach bleibt das primäre Ziel-Spital.

Mit dem Umzug nach Rheineck ist die Optimierung der Stützpunkte abgeschlossen, Rorschach war der letzte, der verschoben wurde. Von den rund 22 000 Einsätzen, die die Rettung St. Gallen pro Jahr bewältigt, fielen etwa 1300 in der Region Rorschach an.

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