«Das Quartier wird aufgewertet»: Im «Emseren» in Au sollen neue Wohnungen entstehen

Bevor an der Emseren- und Berneckerstrasse in Au gebaut wird, wirkt die Bevölkerung an der Planung aktiv mit. Anstelle der heutigen Gewerbegebäude und des einen Einfamilienhauses sollen vier Mehrfamilienhäuser entstehen.

Monika von der Linden
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Die Gemeinde Au erarbeitet unter Mitwirkung der Bevölkerung und der Novaron AG einen Sondernutzungsplan für das Quartier Emseren. Anstelle der heutigen Gewerbegebäude und des einen Einfamilienhauses sollen an der Verzweigung Berneckstrasse vier Mehrfamilienhäuser entstehen.

Die Gemeinde Au erarbeitet unter Mitwirkung der Bevölkerung und der Novaron AG einen Sondernutzungsplan für das Quartier Emseren. Anstelle der heutigen Gewerbegebäude und des einen Einfamilienhauses sollen an der Verzweigung Berneckstrasse vier Mehrfamilienhäuser entstehen.

Bild: Monika von der Linden

Er habe Sondernutzungspläne gern, sagt Christian Sepin, Gemeindepräsident Au. Sie ermöglichen von Beginn an eine Zusammenarbeit zwischen dem Grundeigentümer und der Politischen Gemeinde. Ausserdem wirkt die Bevölkerung mit. Sie kann Fragen stellen und Meinungen äussern, die ins Projekt einfliessen.

So geschieht es auch bei der Überbauung des Projekts «Emserenstrasse». Vor knapp zwei Jahren informierte der Eigentümer den Gemeindepräsidenten über den Verkauf der Liegenschaft (Verzweigung Emserenstrasse/Berneckerstrasse in Au) an die Novaron Architektur Baumangement Konzept AG mit Sitz in Balgach. Sie plant, dort vier Mehrfamilienhäusern im Minergiestandard mit Tiefgarage zu bauen.

Zwei Gebäude sollen entlang der Emseren- und zwei entlang der Berneckerstrasse platziert werden. Hauptsächlich sollen Wohnungen entstehen, entlang der Berneckerstrasse sind ebenerdig einige Räume für ein sogenanntes stilles Gewerbe vorgesehen.

Wird ein Sondernutzungsplan erstellt, erhält der Bauherr die Möglichkeit, in Details vom Baureglement abzuweichen. Die Sondernutzung muss aber gegenüber dem Standard einen qualitativen Mehrwert bieten und den Regeln des Kantons entsprechen. Die Vorteile bestehen laut Christian Sepin darin, dass die Ausnutzung einer Überbauung um etwa 20 Prozent grösser sein und das Gebäude um ein Stockwerk höher gebaut werden kann. Der gültige Zonenplan sieht zwei Geschosse vor.

«Der Abstand zwischen den Häusern und folglich der Freiraum werden grösser.»

Im Projekt «Emserenstrasse» kann auf die Art ein gemeinsamer Innenhof realisiert werden – zum Beispiel für Spielflächen oder für Sitzplätze der Erdgeschosswohnungen. Erschlossen wird das Grundstück über die Emserenstrasse, entlang der Berneckerstrasse wird es keine Parkfläche geben. Dies dient der Verkehrssicherheit auf der Kantonsstrasse.

Nachbar ist der Sportplatz Tägeren

Etwa dreissig Einwohner nahmen vergangene Woche an einem Informationsabend teil und liessen sich von der Bauherrin, den planenden Architekten und der Gemeinde über den Stand des Projektes informieren. Sie äusserten sich zum Beispiel zum Schutz vor Lärm auf der Kantonsstrasse.

Noch bis Mittwoch, 30. September, kann sich die Bevölkerung schriftlich an die Gemeinde wenden. Diese gibt die Voten weiter, damit sie ins Konzept einfliessen können. «Aufgrund der bisherigen Diskussionen ist das Projekt immer besser, feiner geschliffen worden», sagt Christian Sepin. Dies gelte auch ihm Hinblick auf den benachbarten Fussballplatz. Die Auer Bürger stimmen am 29. November über die geplante Investition in die Sportanlagen ab. «Es passt alles gut zusammen. Das Quartier wird aufgewertet», sagt Christian Sepin.

Ist die Mitwirkung abgeschlossen und der Sondernutzungsplan erstellt, durchläuft er das Genehmigungsverfahren. Darauf folgt das Baubewilligungsverfahren.

Hinweis: Mehr Bilder zum Projekt finden Sie auf rheintaler.ch.