Das neue Material eingefahren

MOTORSPORT. Die Rebsteiner Motorrad-Rennfahrer Timo und Joel Kugler starteten kürzlich auf dem Lausitzring ihre Saison. Timo Kugler beendete das erste Rennen auf dem elften, Joel Kugler auf dem 18. Platz.

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Es wird um jeden Zentimeter gekämpft: Timo Kugler mit der 22 und dem Schweizerkreuz auf dem Helm befindet sich mitten im Pulk. (Bild: pd)

Es wird um jeden Zentimeter gekämpft: Timo Kugler mit der 22 und dem Schweizerkreuz auf dem Helm befindet sich mitten im Pulk. (Bild: pd)

Der Start in die Saison begann erst einmal mit dem fassen des Materials für die neuen Cups. Timo Kugler startet nun im «Yamaha R6 Dunlop»-Cup, während Joel im «ADAC Junior Cup powered by KTM» seine Gegner attackiert. Mit Hilfe der Fahrwerks-Spezialisten wurden die neuen Teile eingestellt und auf die Bedürfnisse und Wünsche der beiden Fahrer angepasst, so dass die Maschinen rechtzeitig renntauglich waren.

Trainingsrückstand zeigte sich

Die ersten beiden Trainings in der neuen Saison liefen Timo Kugler aber überhaupt noch nicht wunschgemäss, da die Uhren ja wieder auf Null gestellt worden waren und die neuen Teile erst mit der Erfahrung auf der Piste perfekt ausgerichtet werden konnten. Alle arbeiten ruhig weiter, immer mit dem Ziel «Rennen» vor Augen. Der Trainingsvorsprung der 38 Konkurrenten im Dunlop-Cup machte sich dabei leicht bemerkbar, da diese bereits seit drei Tagen am Testen waren. Am Tag darauf lief es aber schon viel besser, da sich Timo Kugler inzwischen ans neue Fahrwerk gewöhnt hatte. Die Änderungen, die der Techniker mit dem Rebsteiner zusammen vornahm, halfen sofort, und das Gefühl fürs Motorrad war wieder da und somit auch das Vertrauen in die Maschine. Mit weiteren Einstellungsänderungen konnte er seine Zeiten stark verbessern und erreichte nach den zwei Qualifyings den elften Startplatz.

Zeiten laufend verbessert

Beim Start zum ersten Rennen verlor Timo Kugler durch das aufsteigende Vorderrad zu Beginn aber gleich zwei Plätze, konnte diese in den ersten beiden Runden aber wieder aufholen. Die ganze Renndistanz konnte er seine Zeiten laufend verbessern und bis zum Schluss einen recht hohen Renn-Speed fahren. Er kämpfte sich bis an den Zehnten heran, zog an diesem in der drittletzten Runde dann auch mühelos vorbei. Dieser jedoch konterte und überholte in der letzten Runde, da der Rebsteiner ihm auf der Bremse etwas zu viel Platz liess. Da sein Motorrad noch rutschte, schaffte er es nicht, ihn nochmals zu schnappen.

Aufholjagd vom Ende her

Joel Kugler verbesserte seine Zeiten im Training von Runde zu Runde und schaffte so die 14.-schnellste Zeit. Im ersten Qualilauf konnte er seine Zeit nochmals um eine halbe Sekunde steigern, doch im zweiten Zeittraining verbesserten sich die andern und es reichte ihm «nur» für den 20. Startplatz fürs Rennen. Die Mechaniker änderten aufs Rennen hin nochmals das Fahrwerk.

Beim Start gab der Rebsteiner wohl zu viel Gas, so dass sein Motorrad vorne in die Höhe ging und er danach am Schluss des Feldes lag. Sofort startete er seine Aufholjagd: Nach drei Runden lag er an 21. Stelle, nochmals drei Runden später an 19. Position. Bis zur letzten Runde konnte Joel Kugler dann noch auf die Zweier-Gruppe vor ihm aufschliessen.

Bereit für die nächsten Rennen

Kurz vor dem Ziel gelang es ihm dann noch mit der absolut besten Rundenzeit ein Platz zu gewinnen, und den 17. Rang verpasste der Rheintaler um nur mal 0,026 Sekunden. Der Vater der beiden Motorrad-Rennfahrer meinte: «Der Auftakt ist geglückt und wir können daran aufbauen. Joel kann sich mit der Maschine anfreunden und kommt langsam wieder auf Touren. Timo kann das neue Material nach sehr kurzer Eingewöhnungszeit schon gut einsetzen, und die weiteren Verbesserungen kommen bei den nächsten Rennen hoffentlich zum Tragen.» Diese finden nämlich bereits in einer Woche im belgischen Zolder statt. (pd, rew)

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