Das Museumsdorf

RÜTHI. Am Samstag wurde «Schwärzerlers-Theres-Huus» an der Büchelstrasse 131 in Rüthi der Bestimmung übergeben. Mit diesem Bijou hat die Gemeinde ein weiteres Museum bekommen.

Rösli Zeller
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Der Rüthner Gemeindepräsident Thomas Ammann überreichte Familie Damian und Nicole Schöbi-Büchel ein Präsent. (Bilder: Rösli Zeller)

Der Rüthner Gemeindepräsident Thomas Ammann überreichte Familie Damian und Nicole Schöbi-Büchel ein Präsent. (Bilder: Rösli Zeller)

Als einen Freudentag für die Gemeinde und die Bevölkerung bezeichnete Gemeindepräsident Thomas Ammann die feierliche Übergabe des altehrwürdigen Bauernhauses von «Schwärzerlers Theres» (Theres Göldi). Letztes Jahr erhielt die Gemeinde von Familie Damian und Nicole Schöbi-Büchel ein nicht alltägliches Angebot, nämlich das Bauernhaus aus der Mitte des vorletzten Jahrhunderts für Museumszwecke zu benützen. Familie Schöbi stellt es der Gemeinde die kommenden zehn Jahre unentgeltlich zur Verfügung.

Viel Idealismus

Sowohl der Gemeinderat, die Museumskommission mit Präsident Richard Wenk und Museumskustos Peter Schaps nahmen dieses nicht alltägliche Angebot gerne an und machten sich bald an die Aufgabe, mit initiativen und engagierten Leuten das Haus zu räumen und zu reinigen. Mit unwahrscheinlich grossem Idealismus setzten sich vor allem Peter Schaps, Annemarie Isemann, Bruno Nussbaumer und als Mitarbeiter von der Gemeinde Hubert Schneider, Peter Wüst, Albert Holenstein und Thomas Schocher dafür ein, dass das einzigartige Museum das werden konnte, als was es sich bei der Eröffnung präsentierte – ein Bijou sondergleichen. «Unser Dorf erfährt mit dem Museum eine weitere Aufwertung im kulturellen Bereich. Wir sind mit unseren Ausstellungen zu einem Museumsdorf geworden», sagte Ammann. Besonders verdienten Personen überreichte er als Dank ein Präsent.

Vieles in den Schoss gefallen

Der malerische Schmuck an der Scheunen-Aussenwand stammt aus den Händen von Annemarie Isemann. Etliche wertvolle Exponate stellte Familie Schöbi zur Verfügung. «Und vieles, was ich noch nicht besass, ist mir direkt in den Schoss gefallen», erzählte Kustos Peter Schaps. Er war nicht nur mit viel Herzblut darum bemüht, das Haus zu einem «Bauernhaus-Museum» werden zu lassen, sondern auch Gegenstände aus der Bauzeit des Hauses in verschiedene Räume zu stellen. Im Erdgeschoss sind so auch eine Schreinerei und eine Waschküche eingerichtet, im Obergeschoss wird das Thema «Frauenarbeiten» und «Hygiene» präsentiert. Im Haus fänden sich Exponate, die in weitem Umkreis kein Museum habe. Der Leichenwagen und die Feuerwehr-Pumpe, die bereits im Museumsbesitz waren, fanden im Bauernhaus einen würdigen Platz.

Museumskustos Peter Schaps demonstrierte, wie ein Pfannenheber funktioniert. (Bild: unknown)

Museumskustos Peter Schaps demonstrierte, wie ein Pfannenheber funktioniert. (Bild: unknown)