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Das Münz muss auch am Berg fallen

An den «Gaiserbahn»-Billettautomaten sind bis Ende Jahr zwischen Altstätten und Gais keine Fahrkarten erhältlich. Der Grund ist ein besonderer Test. Geklärt wird, ob das Münz auch im Zug fällt.
Gert Bruderer

Die Appenzeller Bahnen stehen unter Investitionsdruck. Die Billettautomaten entlang der «Gaiserbahn»-Strecke dürften etwa zwei Jahrzehnte alt sein. Ihr Ersatz drängt sich auf – schon wegen der neu erscheinenden Banknoten. Die im Frühjahr in Umlauf gebrachte Fünfzigernote ist der erste Geldschein der neuen Serie, der von den Automaten nicht mehr angenommen wird.

Automaten im Zug wären viel günstiger

Günstiger als alle Automaten zu ersetzen wäre es für die Appenzeller Bahnen, sie könnten das halbe Dutzend Billettautomaten zwischen Altstätten und Gais aufheben und stattdessen in den beiden Zügen auf dieser Strecke je einen Automaten bereitstellen. Nicht nur die Investition wäre deutlich kleiner, auch der Unterhalt wäre weniger aufwendig. Das Bahnunternehmen hätte auf Automaten bei den Haltestellen längst gerne verzichtet, doch die Technik hat sich bisher quer gestellt.

Die Marketing-Leiterin und stellvertretende Mediensprecherin Sabrina Huber sagt, die Zahnradstrecke am Stoss sei so steil, dass die bisher verfügbaren Billettautomaten bei einer Verwendung im Zug nicht einwandfrei funktioniert hätten. Der Münzeinwurf habe nicht wunschgemäss geklappt. Aus diesem Grund fehlt in den Zügen ein Automat und ist stattdessen jede Haltestelle immer noch mit einem Billettautomaten ausgerüstet.

Versuch mit Prototyp dauert bis Ende Jahr

Vor der nächsten Investitionsrunde sind die Voraussetzungen für die Appenzeller Bahnen deutlich besser. Der Hersteller der Billettautomaten hat einen Prototyp entwickelt, der seit Mitte August in den Zügen getestet wird, die zwischen Altstätten und Gais unterwegs sind. Der Erfolg in den ersten zwei Monaten sei vielversprechend, heisst es.

Die Versuchsphase dauert bis Ende Jahr. Aufgrund der Erfahrungen werden die Appenzeller Bahnen anschliessend entscheiden, ob Fahrkarten zwischen Altstätten und Gais schon in naher Zukunft nur noch im Zug (oder, als zusätzliche Möglichkeit, übers Internet) gelöst werden können. Automaten gäbe es dann nur noch an beiden Endpunkten der «Gaiserbahn»-Strecke, also in Altstätten Stadt und in Gais, wo viele Touristen zusteigen und die Möglichkeit des Billettbezugs nach wie vor wichtig bleibt.

Hinweis bei Automaten fällt zu wenig auf

Wer gegenwärtig am Stoss oder an einer anderen Haltestelle vor Gais an einem Billettautomaten eine Fahrkarte lösen möchte, findet bei jedem Automaten den Hinweis «Ausser Betrieb». Dass eine Testphase der Grund ist und Fahrkarten im Zug erhältlich sind, kann der Fahrgast zwar auf einer Tafel lesen. Diese war jedoch – zumindest bisher – etwas gar tief angebracht, so dass sie nicht unbedingt wahrgenommen wurde und Fahrgäste ratlos vor dem Automaten standen. Erst aus einer gewissen Distanz fiel der Blick auch auf die Hinweistafel.

Gut angeschrieben sind dafür die Züge. Wo der Billettautomat im Zug zu finden ist, lässt sich dank klarer Symbole bei den Türen schon vor dem Einsteigen gut erkennen.

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