«Das Millionen-Los gewonnen»

BEAT LANGENEGGER ist im Rheintal wie in Schachen bekannt und engagiert wie seine Gattin. In Kriessern war er Schulrat und Gründungspräsident der Ringerstaffel. Im Parlament des Kantons St. Gallen sass er von 1972 an für 16 Jahre als CVP-Vertreter.

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BEAT LANGENEGGER ist im Rheintal wie in Schachen bekannt und engagiert wie seine Gattin. In Kriessern war er Schulrat und Gründungspräsident der Ringerstaffel. Im Parlament des Kantons St. Gallen sass er von 1972 an für 16 Jahre als CVP-Vertreter. An seinem langjährigen Wohnort Heerbrugg (1963 bis 2001) präsidierte er während 25 Jahren die Ortspartei der CVP, um nur wenige Eckpunkte seines Engagements zu nennen. Auf dem Spaziergang lässt er die beiden Frauen alleine. Im Aussichtsrestaurant stösst er dazu und fordert seine Frau liebevoll auf: «Trudi, trink mal, dann redest du nicht.» Diese Gelegenheit nutzt er und erzählt aus dem privaten Nähkästchen. Im Juli 1960 fand in Widnau das Turnfest des Schweizerisch Katholischen Turn- und Sportverbands SKTSV statt. Er sei dort als Funktionär und Trudi Eugster bei den Festspielen engagiert gewesen. «Ich musste gegen andere Bewerber kämpfen», sagt er mit einem Lächeln. «Aber ich kam, sah und siegte», fügt er an. Schon im nächsten Jahr läuteten die Hochzeitsglocken. «Gewöhnlich darf man nicht so überstürzt handeln. Aber wir mussten nicht. Sandra ist erst 1964 geboren», schiebt Trudi ein. «Früher hat man vorher nicht gedurft», erklärt Beat Langenegger. «Ich habe das Millionen-Los gewonnen und die Million ist noch nicht aufgebraucht.» Die Frage, ob er in der Beziehung der Knecht oder der König sei, beantwortet er nach einem kurzen Zögern: «Knecht!» «Aber der Knecht war nie da», verteidigt sich die Königin. (vdl)