Das Heldsbergteam bei Werner Schmitter

WIDNAU. Kürzlich weilten Mitglieder des Heldsbergteams, welche die Artilleriefestung in St. Margrethen, ein Zeuge aus dem Zweiten Weltkrieg, unterhalten und Führungen für Besucher organisieren, in Widnau bei Werner Schmitter zu Besuch, einem profunden Kenner der Fliegerei im Zweiten Weltkrieg.

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Mit seinem profunden Wissen und einer umfassenden Sammlung zur Fliegerei im Zweiten Weltkrieg weiss Werner Schmitter die Besucher zu begeistern. (Bild: pd)

Mit seinem profunden Wissen und einer umfassenden Sammlung zur Fliegerei im Zweiten Weltkrieg weiss Werner Schmitter die Besucher zu begeistern. (Bild: pd)

widnau. Kürzlich weilten Mitglieder des Heldsbergteams, welche die Artilleriefestung in St. Margrethen, ein Zeuge aus dem Zweiten Weltkrieg, unterhalten und Führungen für Besucher organisieren, in Widnau bei Werner Schmitter zu Besuch, einem profunden Kenner der Fliegerei im Zweiten Weltkrieg. Werner Schmitter unterhält in seinem SAW-Areal eine umfangreiche Sammlung von Flugzeugteilen und Waffen der damaligen im Einsatz stehenden Jagdflugzeuge und Bomber.

Während sechs Jahren, von 1939 bis 1945, waren die Länder rund um die Schweiz direkt vom Kriegsgeschehen betroffen. Die Streitkräfte der Alliierten und Achsenmächte bekämpften sich nicht nur am Boden, sondern lieferten sich Luftkämpfe, und insbesondere gegen Ende des Krieges wurden deutsche Städte u.a. durch amerikanische Bomber aus der Luft angegriffen. Dabei wurde die Schweiz oft von Bombergeschwadern überflogen.

Insgesamt 167 fremde Bomber mussten notlanden, die Mehrzahl davon auf dem damaligen Militärflugplatz Dübendorf, 18 Maschinen auf dem Flugplatz Altenrhein. Maschinen notlandeten oder stürzten oft nach Bombenabwürfen und Luftkämpfen meist beschädigt ab, so auch an verschiedenen Orten in den Kantonen St. Gallen und Graubünden. Nach der Notlandung wurden die Besatzungen interniert und die meist beschädigten Flugzeuge am Rande des Flugplatzes und in Hangars abgestellt.

Nach Kriegsende trafen bereits im August / September 1945 Flugzeugmechaniker und Piloten aus Amerika in Dübendorf ein und reparierten die noch flugfähigen, entwaffneten Maschinen, um sie dann im Oktober nach England und später teils nach Amerika zurückzufliegen. Stark beschädigte Maschinen wurden verschrottet. Die wertvollen Rohstoffe Aluminium und Chromstahl kauften Altmetallhändler auf. Werner Schmitter beschäftigt sich in seiner Freizeit seit Jahren intensiv mit den Kämpfen im schweizerischen Luftraum während des Zweiten Weltkrieges und sammelt Flugzeugteile der damals im Einsatz stehenden Maschinen. In seinem Privatmuseum sind Uniformen der damaligen Flugzeugbesatzungen, Bordwaffen, Motoren und viel anderes zu bestaunen. Zu jedem Sammlerstück kennt Werner Schmitter die Verwendung, für Geschichts- und technisch interessierte Zuhörer hoch interessant. Dies können die Mitglieder des Heldsbergteams nach ihrem Besuch im privaten Fliegermuseum von Werner Schmitter bestätigen. Wie in Widnau wird in St. Margrethen mit der Festung Heldsberg auch ein Zeuge des Zweiten Weltkrieges der Nachwelt erhalten. Weitere Infos mit viel Bildmaterial über die Fliegerei erhält man unter www.warbird.ch oder über die Festung Heldsberg unter www.festung.ch. (VH)

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