Das halbe Dorf hilft mit

EICHBERG. Für die Kreismusiktage vom 5. bis 7. Juni in Eichberg stehen gut und gern 150 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Mitglieder fast aller Dorfvereine helfen den Musikantinnen und Musikanten, das dreitägige regionale Fest zu stemmen.

Max Tinner
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Ein grosses Fest braucht Platz: Weil das Festzelt beim Werkhof in die Strasse hinaus gebaut werden musste, bleibt die Durchfahrt vom Dorf nach Hinterforst bis nach den Kreismusiktagen gesperrt. Dorthin gelangt man solange über die Härdli- und die Eichbergstrasse. (Bild: Max Tinner)

Ein grosses Fest braucht Platz: Weil das Festzelt beim Werkhof in die Strasse hinaus gebaut werden musste, bleibt die Durchfahrt vom Dorf nach Hinterforst bis nach den Kreismusiktagen gesperrt. Dorthin gelangt man solange über die Härdli- und die Eichbergstrasse. (Bild: Max Tinner)

Letztmals fanden die Rheintaler Kreismusiktage 1997 in Eichberg statt. Seitdem sind die Ansprüche sowohl der teilnehmenden Musikanten als auch des Publikums gestiegen, wie Christian Freund, der Präsident des organisierenden Musikvereins Eichberg, sagt. Die Eichberger Musikantinnen und Musikanten legen sich darum gehörig ins Zeug, um am Wochenende vom 5. bis 7. Juni ein gefreutes Fest zu bieten.

In den Kreismusiktagen steckt darum viel Arbeit. Vom Aufbau der Festinfrastruktur, über die eigentlichen Festtage bis zum Abschluss des Rückbaus stehen gut und gern 150 Helferinnen und Helfer im Einsatz: Musikantinnen und Musikanten samt Angehörigen, Turnerinnen und Turner, Feuerwehrleute, Schützen, Guggenmusiker … Jene Vereine, die formell nicht auf der Helferliste aufgeführt sind, sind indirekt doch beteiligt: Nicht wenige ihrer Mitglieder gehören dem einen oder anderen helfenden Verein an.

Unkompliziert

Dass die anderen Vereine dem Musikverein helfen, war für jene kein Thema, über das lange hätte diskutiert werden müssen. Jeder Verein macht gelegentlich ein Regionalverbandsfest oder feiert mal ein Jubiläum und ist dann selbst froh um die Mithilfe der andern Dorfvereine. «Wir sind dankbar, dass alle dermassen unkompliziert mithelfen», sagt OK-Präsident Walter Freund. Eine vereinsweise Stundenabrechnung ist nicht nötig. Der Musikverein wird sich allen Mitarbeitenden später mit einem Helferessen erkenntlich zeigen. Ausserdem soll den Partnervereinen aus dem Erlös des Fests eine Anerkennung zukommen.

Symbiotisch

Das symbiotische Verhältnis zwischen den Eichberger Dorfvereinen zeigt sich auch darin, dass die Infrastruktur gleich noch für ein anderes Fest genutzt wird: Noch vor den Kreismusiktagen feiert die Guggenmusik Bazzaschüttler am kommenden Wochenende, vom 29. bis 31. Mai, ihr 30-jähriges Bestehen.

Im Mittelpunkt der Kreismusiktage von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Juni, stehen die Wettspielvorträge der Musikvereine. Angesagt werden sie am Samstag von Fernsehmoderator Bernard Thurnheer. Auch sonst bieten die Kreismusiktage viel Unterhaltung. Unter anderem am Freitagabend mit Eichberger Schulklassen und Turnern, mit «Unglaublech» und mit den Fäaschtbänklern. Am Samstagabend unterhalten die Musikkapelle Eisenharz aus dem Allgäu und die Partyband Sumpfkröten.

Orchester mit 800 Musikanten

Am Sonntag wird der Polkaclub Vorderland zum Frühschoppen aufspielen. Eindrücklich wird danach der Marschmusikwettbewerb auf der Hölzlisbergstrasse sein. Im Anschluss daran (vor der Veteranenehrung im Festzelt) erwartet das Publikum noch eine Premiere: Erstmals werden sich die Rheintaler Musikvereine auf dem blauen Hartplatz beim Schulhaus zu einem Gesamtorchester mit um die 800 Musikantinnen und Musikanten formieren.

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