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Das Grümpelturnier zieht immer noch

Der FC Rüthi stand am Wochenende im Dauereinsatz: Er begrüsste Hunderte Fussballer auf dem Rheinblick zum Grümpel. Dieses erfreut sich nach wie vor grosser Beliebtheit, die Teilnehmer erfüllen es auf kreative Art mit viel Leben.
Remo Zollinger

Viele Fussballclubs in der Region haben ein Wochenende, an dem sie alle zum Feiern einladen. Diese Tage sind für die Clubs über­lebenswichtig, geben den Besuchern aber auch viel. Von Freitag bis Sonntag war der FC Rüthi dran. Sein Grümpelturnier ist das grösste im Tal– vielleicht mit dem Diepoldsauer, doch so wichtig ist die «Rangliste» nicht. Seit Jahren zieht es unzählige teils ambitionierte, teils vor allem am Getränkeangebot interessierte Kicker auf den Rheinblick.

Zu den Urgesteinen gehört das Team, das sich FC St. Pauli nennt und sich, wenn es nicht gerade spielt, vor allem beim Bier-Oldtimer sammelt. Dort hält sich auch ein anderes Grümpel-Urgestein oft auf: Die Mannschaft Korbers Freunde. Sie besteht aus Spielern (mittlerweile ist kaum einer mehr in einer ersten Mannschaft) der Fussballclubs Rüthi, Rebstein und Montlingen und beweist, dass der Ernst der Meisterschaft nicht das ganze Leben ist.

Die Teams nehmen gern mal den Speaker aufs Korn

Das Grümpelturnier bietet ohnehin allen die Chance, nach Herzenslust und nicht nach taktischen Vorgaben Fussball zu spielen. Das zeigt sich dann und wann in extravaganten Outfits und häufig in kreativen Mannschaftsnamen. Diese zielen gern auf die Speaker ab, ist das Gelächter doch gross, wenn dieser ankündigt, auf Platz drei spiele nun «Min persönliche Favorit» gegen den «Titelverteidiger». Auch dabei: Der 1. FC Wurstsalat, der FC Lieberampool, die Arminia Bierzelt oder die – sehr ehrlichen – Suufgspaana Rüthi-Lienz. Einen internationalen Touch gab es mit den Amigos do Brasil oder Bosna Appenzell, zudem stellte auch das EVZ Altstätten eine Mannschaft, bestehend aus Geflüchteten.

Am Samstag war nicht nur das Wetter heiss, sondern auch das eine oder andere Spiel. Bei einigen wenigen war der Wunsch nach gutem Fussball grösser als die Fähigkeit, diesen zu zeigen, was zu Frustäusserungen führte. Die Schiedsrichter hatten aber alles im Griff. Sie schätzen das Grümpelturnier ohnehin, sagte Jozo Zeba, einer der im Einsatz stehenden Unparteiischen: «Das Turnier ist auch für uns Schiedsrichter eine schöne Abwechslung zur Meisterschaft und ein gemütlicher Ausklang der Saison.»

Eine Turnierkategorie hiess «Gruppe ohne Grenzen». In dieser kämpften Menschen mit einer Behinderung und ihre Betreuer engagiert um den Ball. Dabei waren der FC Rhyboot, die HPS Hardcorekickers und Energie Sommeri. Nach jedem Spiel durfte jeder einen Penalty schiessen. Rüthis Beitrag zur Integration dieser Menschen ist gemessen am Jubel einmal mehr gelungen.

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