Das grosse Finale läuft

Garten

Bert Stankowski
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Überaus prächtig präsentieren sich jetzt die Herbstblüher unter den Gartenstauden. (Bild: Bert Stankowski)

Überaus prächtig präsentieren sich jetzt die Herbstblüher unter den Gartenstauden. (Bild: Bert Stankowski)

Gäbe es keinen Frühling, wäre der September der farbenprächtigste, bunteste Monat des Jah- res! Warum ich das so einfach behaupte, werden Sie fragen. Die herbstblühenden Blütenstauden sind nicht alleine schon besondere Schönheiten. Ihnen helfen Sommerblüher, die sich nochmals zu einem zweiten Fanal aufraffen. Ihre hohe Zeit lag wohl schon im Sommer, den besonderen Gaben der Regeneration und des Remontierens verdanken sie eine zweite Blüte. Diese fällt nun glücklicherweise zusammen mit der von Herbstblühern wie Astern, Sonnenhut, Präriekerze, Hoher Fetthenne und Herbstanemone. Schier unerschöpflich ist die Vielfalt, die die Natur hier an Arten, Sorten und Varietäten hervorbringt.

Können Sie sich vielleicht als Mitglied der älteren Generation noch daran erinnern? Winnetou und Old Shatterhand, Begleiter amerika- und abenteuerbegeisterter Jugendlicher des letzten Jahrhunderts, reisten durch endlose Prärien der USA. Sie müssen auf ihren Streifzügen vielen der heute von uns kultivierten herbstlichen Blütenstauden und Gräser begegnet sein. Bewusst oder unbewusst, denn manche davon entstammen den weiten Grasländern Nordamerikas.

Heute ist es für uns nicht mehr so schwierig, nach Amerika zu reisen wie in Karl Mays Zeiten. Und noch einfacher ist es für amerikanische Pflanzen, unsere Gärten zu erreichen. Amerikanische Züchtungen von Sonnenhut und anderen Schönheiten sind immer öfter bei den Gärtnern zu finden. Und wer möchte nicht den schönsten, buntesten, blütenreichsten und damit interessantesten Herbstgarten haben? Eine wichtige, letzte Nahrungsquelle für Insekten wie Bienen, Schmetterlinge und Käfer bilden diese Blumen allemal, und ein Sträusschen für die Wohnung liegt auch noch drin.

Nun wird’s also Zeit, wieder einmal im Keller oder auf dem Dachboden zu stöbern und die alten Amerika-Geschichten auszugraben und zu entstauben. Denn die kalte, dunkle Jahreszeit kommt schon bald, und manch einer wird es geniessen, am prasselnden Lagerfeuer, heute Cheminéefeuer genannt, auf einem weichen «Bärenfell» zu sitzen und Kindern oder Enkelkindern tolle Abenteuergeschichten vorzulesen!

Bert Stankowski

Weisslingen

www.hostako.npage.eu

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