Das grösste Glück hatte… – wer?

Den Fünfräppler einfach in den Brunnen fallen lassen oder behutsam zielen? Altstätten hatte am Samstag eine zentrale Frage und sie war für einmal nicht politisch. Das Volk befand sich im Goldrausch.

Gert Bruderer
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Jakob Buschor zielt genau; die Gattin und Christof Frei sind gespannt.

Jakob Buschor zielt genau; die Gattin und Christof Frei sind gespannt.

ALTSTÄTTEN. Drei Fünfräppler für jeden. Zumindest eines der Geldstücke sollte sich den Weg durchs Wasser präzise bahnen und in einem der kleinen Ringe landen, die am Boden des Schwertbrunnens lagen. Wer dies schaffte, nahm an der nächsten Verlosung teil. Jede Stunde gewann jemand ein Goldvreneli.

Trefferquote variierte

Die frühere Wirtin Käthi Custer blieb mit ihren drei Versuchen erfolglos. «So gemein!», kommentierte sie lachend ihr eigenes Pech. Dem Gatten erging es nicht besser, dafür gelangen kurz darauf Monika Grob, einer Musikerin der schräg gegenüber auftretenden Steelband, zwei Treffer. Helfer Christof Frei bilanzierte: «Jeder Dritte oder Vierte hat Glück.» Es gab aber auch andere Phasen. Ralph Maurhofer erlebte die Trefferquote als eher schlecht, und die frühere Stadträtin Andrea Benz meinte festgestellt zu haben: «Die Kinder treffen besser als die Grossen.» Ganz genau, fast liebevoll zielte der frühere Stadtrat Jakob Buschor – allerdings erfolglos. Immer wieder bestätigte sich, was Margrit Post erkannt hatte: «Zielen ist unnötig, Treffen Glückssache.»

Zwischendurch mochte sich dieses Glück einfach nicht einstellen, dann wieder verwöhnte es Teilnehmende. Die Schwestern Nina und Ramona Ritter brachten beide je einen Fünfräppler ins Ziel, Marco Bognar, der Sohn des Biene-Bank-Chefs, tat es ihnen gleich.

Hätte er auch bei der Verlosung Glück gehabt, so hätte er (wie Vater René verschmitzt bemerkte) «das Goldvreneli der Credit Suisse» gewonnen.

Ein Vreneli von jeder Bank

Die Altstätter Banken hatten den «Goldrausch» wieder gemeinsam organisiert. Jede Bank betreute während einer Stunde den Stand beim Schwertbrunnen und spendierte eines der Goldvreneli. Als um 11 Uhr die erste Gewinnerin gezogen wurde, sagte Andreas Broger zu Tochter Nela, die er im Arm trug: «Schau, die Oma hat gewonnen.» Sie heisst Anni Martoglio und wohnt in St. Gallen. Eine Stunde später war Rita Schocher aus Rüthi die Glückliche.

Beim Thai-Stand, wo Frühlingsrollen, gebackener Reis, gebackener Mais und einiges mehr zu haben war, standen die Städtlibesucher inzwischen Schlange. Das von Jirasa Allenspach (Thai-Living) organisierte Thai-Festival mit mehreren Ständen kam beim Publikum sehr gut an.

Überhaupt waren diesmal die Organisatoren die grössten Gewinner. Zweimal hatte der Anlass schon stattgefunden und beide Male war das Wetter schlecht, beim ersten Mal war's auch noch kalt. Rolf Zollinger von Raiffeisen war nicht der einzige, der meinte: Dafür habe man diesmal Glück. Obschon es tags zuvor nicht danach ausgesehen hatte.

Zusehen, wie der Fünfräppler langsam sinkt und in einem der Ringe landet – oder eben nicht. (Bild: Gert Bruderer)

Zusehen, wie der Fünfräppler langsam sinkt und in einem der Ringe landet – oder eben nicht. (Bild: Gert Bruderer)

Wie der Goldrausch zum Brunnen, so führte der Hunger zum Stand mit den Thai-Köstlichkeiten.

Wie der Goldrausch zum Brunnen, so führte der Hunger zum Stand mit den Thai-Köstlichkeiten.

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