Das «ewige Feuerzeug»

Wie sich der Mensch früher das Feuer dienlich gemacht hat, ist im Ortsmuseum Rüthi zu sehen.

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Ein Streichfeuerzeug, wie man es um 1910 benutzte. (Bild: pd)

Ein Streichfeuerzeug, wie man es um 1910 benutzte. (Bild: pd)

RÜTHI. Eigentlich handelt es sich um eine Erfindung, die auf Auer von Welsbach zurückgeht, der das Cerium, ein seltenes Metall, entdeckte: In einem kleinen mit Benzin gefüllten Behälter steckt ein Stift mit Docht und abgeflachter Stahlspitze. Mit dieser Spitze reibt man mit leichter Drehung am Cerium, das an einer Seite des Feuerzeugs angebracht ist, und erzeugt so einen Funken, der den Docht entzündet. Da der Docht mit einem Gewinde im Tank verankert ist, kann auch bei Feuchtigkeit und Nässe kein Wasser in den Tank und an den Docht gelangen. Der Nachteil dieser früher auch «Frackzünder» genannten Geräte ist der starke Benzingeschmack, der für einen Zigarren- oder Pfeifenraucher sehr unangenehm ist. Um ein Lagerfeuer zu entfachen eignet es sich aber gut.

Wie sich der Mensch im Lauf der Geschichte das Feuer sonst noch dienlich gemacht hat, kann man in der Ausstellung «Feuer und Flamme» am Sonntagnachmittag mit Führung ab 14 Uhr im geheizten Ortsmuseum Rüthi-Büchel erfahren. (pd)

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