Das Ende der Dickhäuter-Show

RAPPERSWIL-JONA. Seit Generationen ist die Elefantennummer einer der Höhepunkte der Circus-Knie-Vorstellung. Damit ist nun Schluss: Wie der Zirkus gestern in einem Communiqué bekannt gab, wird ab 2016 auf die Elefanten-Aufführung verzichtet. Der Entscheid diene der Sicherung des Bestandes.

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RAPPERSWIL-JONA. Seit Generationen ist die Elefantennummer einer der Höhepunkte der Circus-Knie-Vorstellung. Damit ist nun Schluss: Wie der Zirkus gestern in einem Communiqué bekannt gab, wird ab 2016 auf die Elefanten-Aufführung verzichtet. Der Entscheid diene der Sicherung des Bestandes.

Mit ein Grund dürfte das Ableben dreier Elefantenkühe in den vergangenen zwei Monaten sein. Im Juni starb die 53-jährige Sumatra eines natürlichen Todes. Nur kurze Zeit später wurden die beiden asiatischen Elefanten Siri und Patma von ihren Altersbeschwerden erlöst. Die 52-jährige Siri litt an einem stark wuchernden Gebärmutterkrebs und die 54-jährige Patma an einer immer stärker werdenden Niereninsuffizienz. Die heissen Julitage setzten den beiden Elefanten zusätzlich zu. Siri und Patma wie auch Sumatra waren seit November 2014 getrennt von den übrigen Tieren und ohne Publikumskontakt gehalten worden. Die Knie-Elefantengruppe bestand daher nur noch aus fünf weiblichen Tieren. Daher hat sich der Verwaltungsrat des Circus Knie entschieden, «im Interesse des Erhaltens einer zuchtfähigen und funktionierenden matriarchalen Gruppe» die beiden Tiere Dehli und Ceylon ebenfalls im Elefantenpark des Kinderzoos Rapperswil zu belassen. Bis anhin waren die Tiere mit dem Circus auf Tournée. Vergangene Woche kam der siebenjährige Bulle Thisiam vom polnischen Zoo Kattowitz nach Rapperswil. Er soll in nächster Zeit für Nachwuchs sorgen.

Tierschutzorganisationen begrüssen den Entscheid. (tn)