Das Dorf beleben

MARBACH. Ab 1. Januar gibt es mit «Frauen Marbach» einen neuen Verein: Ein Gespräch mit der Präsidentin Nicole Ruppanner.

Andrea Kobler
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«Wir freuen uns auf jede Frau, die bei unserer ersten Hauptversammlung dabei sein wird», sagt Nicole Ruppanner. (Bild: Andrea Kobler)

«Wir freuen uns auf jede Frau, die bei unserer ersten Hauptversammlung dabei sein wird», sagt Nicole Ruppanner. (Bild: Andrea Kobler)

«Es hat sich einfach so ergeben», sagt Nicole Ruppanner, angesprochen auf ihr Amt als Präsidentin der «Frauen Marbach». Sie habe das Präsidium nicht gesucht, doch sie wolle nicht nur profitieren: «sondern auch zurückgeben». Sie wäre ebenso offen für ein Co-Präsidium gewesen, aber schätzt es nun, gewisse Entscheidungen selber treffen zu können. Delegiert sie Arbeiten, estimiert sie dies: «Da möchte ich dann auch nicht reinreden.»

Stetiger Lernprozess

Die Freiwilligenarbeit sieht sie als stetigen Lernprozess, der hilft, sich weiterzuentwickeln. Im aus dem katholischen und evangelischen Verein entstandenen neuen Verein «Frauen Marbach» wird einiges gleich fortgeführt wie früher, vieles aber auch neu sein: «Es ist klar, dass wir mit unserem fünfköpfigen Vorstand nicht gleich viel bewegen können, wie früher mit zwölf Frauen.» Auch möchte Nicole Ruppanner nicht, dass die Frauen ausschliesslich Helferdienste verrichten: «Unser Ziel ist es, viel mehr die sozialen Kontakte und die Geselligkeit zu fördern.»

Für Frauen aller Religionen

Die Auflösung der evangelischen und katholischen Frauenvereine war zugleich auch eine Loslösung von den Kirchen, aber nicht eine Trennung. Fakt ist, dass der neue Verein den Frauen aller Religionen offen steht. Ihre Helferdienste wollen die Frauen deshalb vorwiegend an ökumenischen Anlässen anbieten. So wie beim grössten Anlass, den sie mitgestalten, dem Suppentag. Welche Anlässe die Marper Frauen ansprechen, will die Kommission «Frauen Marbach» nach und nach herausfinden. «Dies ist eine grosse Herausforderung», so Nicole Ruppanner. Nicht in jeder Gemeinde sei dies gleich: «Zum Beispiel erfreuen sich Referate in vielen Gemeinden grosser Beliebtheit. In unserem Dorf war das Echo darauf bisher eher klein.»

Sicher ist, dass es im Frühjahr einen Bastelkurs geben wird, sowie die über die Wintermonate angebotenen Handarbeitsrunden und der Frauenzmorge weiter bestehen werden.

Gesellig und sportlich

Nicole Ruppanner wünscht sich, mit dem neuen Verein Marbacher Frauen aller Generationen anzusprechen: «Wir freuen uns auf jede Frau, die am 11. März ab 19.30 Uhr bei unserer ersten Hauptversammlung in der <Krone> Marbach dabei sein wird.» Mit dem Verein «Frauen Marbach» will Nicole Ruppanner einen Beitrag an die Allgemeinheit leisten und gemeinsam mit ihren Vorstandskolleginnen und den Vereinsmitgliedern «das Dorf beleben». Neue Ideen werden mit der Zeit entstehen.

Ihre persönlichen Ideen wird sie bei Bewegung oder in der Natur holen. Neben dem Engagement für die «Frauen Marbach» spielt die Mutter zweier bald erwachsener Kinder gerne Netzball, geht Walken, Wandern oder auf Skitouren.

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