Das Christkind bringt eine neue Brücke

AU/BERNECK. Die Gemeinden Au und Berneck brechen die Kobelbrücke über den Littenbach ab und bauen sie höher. Um den Brücken-Abbruch wurde jahrzehntelang gerungen. Die neue Brücke wird ein «längerfristiges Provisorium» und zu Weihnachten fertig sein.

René Schneider
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Der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin (l.) und der Bernecker Gemeinderat Markus Dierauer schneiden gemeinsam Armierungseisen durch. Hinten Bauleiter Jürg Gächter, Bernecks Gemeindeschreiber Philipp Hartmann, der Auer Bauverwalter Ruedi Engeli und Bauunternehmer Jürg Dietsche. (Bild: René Schneider)

Der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin (l.) und der Bernecker Gemeinderat Markus Dierauer schneiden gemeinsam Armierungseisen durch. Hinten Bauleiter Jürg Gächter, Bernecks Gemeindeschreiber Philipp Hartmann, der Auer Bauverwalter Ruedi Engeli und Bauunternehmer Jürg Dietsche. (Bild: René Schneider)

«Au kann nicht, Berneck will nicht», titelte vor anderthalb Jahren unsere Zeitung. Der kurze und das Problem auf den Punkt bringende Satz stammte von einem Anwohner und «Lisi»-Aktivisten im Wees. IG Lisi (Littenbach-Sicherheit) nennt sich die Anwohner-Gruppe im Auer Wees- Quartier. Dass die Littenbachbrücke im Kobel zu tief liegt und bei Hochwasser zum Problem wird, weiss man seit mindestens 1983, erläuterte gestern der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin.

Aber die Gemeinde Berneck war wenig motiviert, im untersten Gemeindegebiet (für Au) Geld auszugeben und sich womöglich mit Auer Einsprechern balgen zu müssen. Die Gemeinde Au konnte nicht auf Bernecker Gebiet und Kosten planen und bauen. Dass die Brücke jetzt abgebrochen und ersetzt wird, hat sozusagen höhere Gründe. Inzwischen ist die Brücke Teil eines übergeordneten Planungsgebietes für mehr Hochwasser-Sicherheit am Littenbach. Bezahlen an den Hochwasserschutz am unteren Littenbach werden auch der Kanton und die Eidgenossenschaft. Die neue Brücke wird 225 000 Franken kosten und soll bis Weihnachten fertig sein. Berneck wird 75 000 Franken zahlen, Au 150 000.

Die neue Brücke wird fünfzig Zentimeter höher liegen und über zwei Rampen erschlossen sein. Neu beträgt die maximal mögliche Durchflussmenge 24 statt 18 Kubikmeter pro Sekunde. In Fliessrichtung rechts, auf der Seite des Wohnquartiers Wees, wird mit einer Mauer aus Betonelementen das Bord erhöht. Es liegt dann auf gleicher Höhe wie das linksseitige Bord.

Die neue Brücke wird auf 3,5 Tonnen Gewicht, rollstuhlgängig und als «längerfristiges Provisorium» ausgelegt, sagte Christian Sepin. Je nach Variante des dereinstigen Hochwasser-Schutzprojektes müsse eventuell auch diese Brücke in fünf bis fünfzehn Jahren ersetzt oder anders gebaut werden.