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Das beliebteste Schild im Tal

Gerüchte besagen, das Strassenschild an der Weedstrasse in Heerbrugg sei ein beliebtes Diebesgut. Die Gemeinde dementiert, doch ein Besuch vor Ort zeigt, dass die Geschichte wohl nicht allzu weit hergeholt ist.
Chris Eggenberger
Die Schilder an der Weedstrasse in Heerbrugg (Bild) und in Widnau scheinen speziell geschützt zu werden. (Bild: Chris Eggenberger)

Die Schilder an der Weedstrasse in Heerbrugg (Bild) und in Widnau scheinen speziell geschützt zu werden. (Bild: Chris Eggenberger)

Man würde es im ersten Moment vielleicht nicht erwarten, doch der eine oder andere Jugendliche würde sich wohl gern ein Schild mit der Aufschrift «Weedstrasse» ins Zimmer hängen. Ein schöner Zufall für sie: Im Wohngebiet beim Bahnhof Heerbrugg gibt es gleich zwei Weedstrassen, eine im Gemeindegebiet von Widnau und eine in Heerbrugg.

Anwohnern zufolge haben sich in letzter Zeit einige Unbekannte an den Strassenschildern der Weedstrassen bedient.

Ein Souvenir für Kiffer

Verantwortlich dafür dürften wohl Kiffer gewesen sein.

Ursprünglich beschrieb ein «Weed» eine Stelle an einem Fluss, die als Waschplatz oder Wasserreservoir diente. Daher stammt auch die Namensgebung der Strassen. Im heutigen Kontext meint man in der Jungendsprache mit «Weed» Hanfblüten, die einige gern rauchen. Obwohl es für dieses Produkt diverse Begriffe gibt, ist «Weed» in Kifferkreisen immer noch der geläufigste. Ein Strassenschild mit der Aufschrift Weedstrasse scheint daher eine lustige Dekoration.

Doch sollten die Gerüchte stimmen, ist das für die Gemeinden eher ein Ärgernis. Das Bauamt und die Gemeinde in Widnau sowie die Kantonspolizei bestätigen die vorliegenden Meldungen nicht. Die Gemeinde Au, die für die Verwaltung in Heerbrugg verantwortlich ist, war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Ein Augenschein zeigt aber, dass vielleicht doch etwas an der Geschichte dran ist. Die Beschilderung hängt höher als alle anderen im Quartier; knapp vier Meter über dem Boden bietet sie den Interessierten eine Herausforderung. An mehreren Pfosten lassen sich zudem Spuren erkennen, die auf ehemalige Schilder hinweisen.

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