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Damit das Wasser beim Feuerwehreinsatz nicht knapp wird

Als Teil ihrer Grundausbildung in der Feuerwehr lernten 50 Feuerwehrleute aus den Rheintaler Korps von Rüthi bis Rheineck am vergangenen Samstag den fachgerechten Umgang mit der Motorspritze.
Im zweiten Dienstjahr lernen die AdF den Umgang mit der Motorspritze. (Bild: René Jann)

Im zweiten Dienstjahr lernen die AdF den Umgang mit der Motorspritze. (Bild: René Jann)

Bereits um sieben Uhr konnte Kurskommandantin Corinne Epple 50 junge AdF (Angehörige der Feuerwehr) im Feuerwehrdepot St. Margrethen zum vierten Tag ihrer Grundausbildung willkommen heissen. Nachdem sie im ersten Jahr in der Grundausbildung Bekanntschaft mit dem Tanklöschfahrzeug und den Atemschutzgeräten gemacht hatten, folgte am vergangenen Samstag nun die Grundausbildung an der Motorspritze. Diese werde in der Regel von fünf AdF bedient, nämlich einem Unteroffizier und vier weiteren AdF.

Wie Corinne Epple und Walter Se­glias als Technischer Leiter vor Ort vertraten, müsse jeder und jede AdF dazu in der Lage sein, die Motorspritze zu bedienen, was die Teilnehmer beim jüngst von den beiden Feuerwehrverbänden Unterrheintal und Rheintal ausgeschriebenen Grundkurs auch eindrücklich unter Beweis stellten.

Wassertransport in entlegendste Weiler

Wie die beiden ortsansässigen Kurs-Adjutanten Pascal Zani und Yannick Loher festhielten, müsse auch der abgelegenste Weiler im Ort im Brandfall mit Wasser versorgt werden können. Auch wenn da ein Hydrant vor Ort sei, könne das Wasser bei längerem Einsatz trotzdem knapp werden. Auch ein Tanklöschfahrzeug (TLF) habe seine Grenzen. Im jüngsten Grundkurs wurde deshalb ein Wassertransport über 680 Meter vorgenommen. Dafür mussten 34 Schläuche mit je einer Länge von 20 Metern verlegt werden.

Um die Höhe zu überwinden, waren auf der Strecke zwei Ausgleichsbecken aufgestellt. So wurde das Wasser beim Werkhof-Hydranten gezapft und von da mit einer ersten Motorspritze zum ersten Ausgleichsbecken gepumpt, wo eine weitere Motorspritze für den Weitertransport zum zweiten Ausgleichsbecken eingesetzt war. Mit einer dritten Motorspritze wurde das Wasser dann hinauf zum Restaurant Rössli im Wei­ler Romenschwanden gepumpt, wo dieses mit zwei bar Druck ein Tanklöschfahrzeug versorgt hatte.

Ab diesem wurde dann ein Wasserwerfer gespiesen, der eine Leistung von 1200 Litern pro Minute erbrachte. Über Funk wurde der Einsatz der drei Motorspritzen und des TLF koordiniert und so das Zusammenspiel der drei Kursklassen trainiert. Dass bei einem Schlauch zudem ein Leck auftrat, war nicht vorgesehen, erwies sich aber als gute Gelegenheit, auch den Austausch des defekten Schlauchs zu üben, was übrigens fast in Rekordzeit geschah.

Defekte bei zu wenig Wasser

In weiteren Klassenarbeiten wurde nebst dem Wasserbezug ab Hydrant auch der Einsatz mit der Motorspritze am offenen Gewässer geübt. Dazu bot sich der Käsiweiher geradezu ideal an. Mit dem Einsatz des Ansaugstutzens konnte auch auf verschiedenste Störungen eingegangen werden, hervorgerufen etwa von Luft im Ansaugrohr oder überhitztem Motor. So können bei zu wenig Wasser im Ansaugsystem grössere Defekte auftreten. Viele Störungen, so die neun im Einsatz stehenden Klassenlehrer, liessen sich aber vermeiden, wenn der Maschinist mit offenen Augen und aufmerksamem Gehör für Motorgeräusche bei der Sache sei.

Nach dem Parkdienst konnten Corinne Epple und Walter Seglias bei der Schlussbesprechung am späteren Nachmittag den 50 AdF, die die Grundausbildung absolviert hatten, sowie deren Klassenlehrern ein gutes Zeugnis ausstellen. So hoffen die verantwortlichen Kursleiter, den beiden Feuerwehrverbänden gut geschulte Feuerwehrleute übergeben zu können, die wissen, was im Ernstfall zu tun ist, wenn es darum geht, den Nachschub von Löschwasser zu gewährleisten.

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