«Daisy» zur Miss Oberegg gekürt

OBEREGG. Die Oberegger Viehschau vom vergangenen Samstag verzeichnet mit einer Auffuhr von 448 Tieren einen neuen Rekord. «Daisy» als neue Miss Oberegg stammt aus dem Stall von Thomas Gantenbein.

René Jann
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Die nächste Züchterinnen-Generation läuft mit den Geissen ein.

Die nächste Züchterinnen-Generation läuft mit den Geissen ein.

Ein prachtvoller Schautag war der Viehzuchtgenossenschaft Oberegg beschieden, und etliche Hundertschaften erlebten damit einen farbenprächtigen Alpabzug mit allem Drum und Dran, kommentiert von Speaker Victor Eugster. Während einer Stunde zogen die Viehzüchter mit ihren Familien und Helfern aus allen Himmelsrichtungen ins Dorf ein. Die Besucherscharen aus nah und fern waren beeindruckt. So gratulierte auch Stefan Müller, der erstmals als amtierender Landeshauptmann in Oberegg das Geschehen am Schauplatz und am Ring mitverfolgte und den Organisatoren unter dem Präsidium von Max Fürer höchstes Lob zollte.

Beeindruckende Qualität

Von der Qualität der aufgefahrenen Viehhabe waren nicht nur die Schauexperten voll des Lobes, sondern auch Landeshauptmann Stefan Müller war von der Qualität beeindruckt. Dabei wusste er als Landwirt sehr wohl, wovon er sprach. Er freute sich aber umso mehr, dass trotz schlechter Marktpreise und zu hoher Milchproduktion in Europa die Viehzucht in den ländlichen Gegenden nach wie vor einen hohen Stellenwert habe. Trotz internationalen Verhandlungen zwischen Europa und Amerika seien von der Agrarpolitik ab 2018 kaum starke Veränderungen zu erwarten. Erfreulich sei, dass die Swissness-Verhandlungen verabschiedet und das Image in der Schweizer Landwirtschaft nach wie vor intakt sei. Umso wichtiger sei es nun, auch in Zukunft den höchsten Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Wichtig sei es aber auch, den Zusammenhalt untereinander zu festigen. Es sei besser, die Verbandsorganisationen zu stützen und gemeinsam Lösungen zu finden, statt sich gegenseitig auszuspielen.

Stefan Müller ermunterte dazu, auch künftig voller Stolz Landwirt und Viehzüchter zu sein und wünschte viel Glück und Erfolg.

Im Ring hatten es die Schauexperten nicht einfach, bei hervorragender Qualität, wie ihr einhellig abgegebener Kommentar lautete, die schönsten Tiere herauszusuchen und diese zu rangieren. So gewann «Carolina» von Max Fürer bei den Tieren der ersten Laktation den Schöneuter-Preis. In der zweiten und dritten Laktation gewann die Kuh «Jona» von Reto Peter. Bei vier und mehr Laktationen war Thomas Gantenbein mit seiner Kuh «Daisy» als Sieger vom Ring gegangen. Dann aber stieg die Spannung, als sich zehn Züchterinnen und Züchter mit ihren schönsten Tieren für die Misswahl im Schaukreis den Experten und dem interessierten Schaupublikum präsentierten. «Jede ist auf ihre Art eine Siegerin», war da zu vernehmen, und in der Tat, nur ganz gering waren die kleinen Unterschiede.

Klare Siegerin

Klare Siegerin und damit Miss Oberegg 2015 wurde letztlich «Daisy» vom Hof von Thomas Gantenbein, gefolgt von «Goldi» von Johannes Bürki, «Verona» von Urs Koller und «Jasmine» von Max Fürer. Nach der Ausmarchung im Genossenschaftscup war das Volksfest eröffnet. Der Schautag wurde begleitet vom Alphorntrio Wies und den Stehgreifmusikanten aus Oberegg. Selbstverständlich durften dabei auch die spontanen Zäuerli nicht fehlen. Gemütlich ging es auch am Jahrmarkt und in der Festwirtschaft zu und her, bevor man sich dann abends nach dem Einstallen zum traditionellen Schauabend im Vereinssaal traf.

Es gibt sie noch, die Kuh mit Hörnern.

Es gibt sie noch, die Kuh mit Hörnern.

An der Viehschau ist jeder Fachmann. Die anderen sind es danach.

An der Viehschau ist jeder Fachmann. Die anderen sind es danach.

Das ganze Dorf war auf den Beinen, aus allen Richtungen zog Vieh Richtung Schauplatz. (Bild: René Jann)

Das ganze Dorf war auf den Beinen, aus allen Richtungen zog Vieh Richtung Schauplatz. (Bild: René Jann)