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Da arbeiten, wo andere feiern

Philipp Brunner alias DJ Phil Praise legt in Clubs der Region auf. Er spielte schon am Donauinselfest und an der Street Parade, Anfang Juni tritt er am Swiss Spring Break und am Spring Break Island in Kroatien auf.
Benjamin Schmid
DJ Phil Praise liebt es, das Partyvolk mit seiner Musik anzutreiben. (Bild: Mario Bertolini)

DJ Phil Praise liebt es, das Partyvolk mit seiner Musik anzutreiben. (Bild: Mario Bertolini)

Partys liebt er, Festivals auch – am meisten Spass hat Brunner aber beim Auflegen: «Es gibt kein schöneres Gefühl, als vor dem Publikum zu stehen und zu spüren, dass es mehr möchte.» Eigentlich hatte er seinen Traum von der DJ-Karriere bereits aufgegeben, als er vor knapp drei Jahren auf einen Facebook-Post seines aktuellen Managers Jerome Planas stiess, der DJs für eine Veranstaltung suchte. Spontan hat er sich gemeldet. Auf Anhieb haben sie sich verstanden und begonnen, Pläne zu schmieden. Seither geht es sukzessive nach oben für den Wirtschaftsfachmann.

Trat er anfangs vor allem in kleineren Bars und Clubs in der Region auf, ist er seit über einem Jahr regelmässiger Gast in der «Nachtschicht» in Hard. Ausserdem war er als DJ am Donauinselfest – eines der grössten Freiluft-Festivals Europas – sowie an der Street Parade, der grössten Technoparty der Welt. In diesem Sommer werden seine Skills an der Swiss Spring Break in Kane­gra sowie an der Spring Break Island in Zrce gefragt sein. Während das Swiss Spring Break am Strand des adriatischen Meeres einem Festival gleichkommt, findet das Spring Break Island im Noa Beach Club, dem mutmasslich 13. besten Club der Welt statt.

Zwei Wochen lang «party hard»

Für den Noa Beach Club hat er sich über ein Voting an einem Contest qualifiziert. Zwischen Donnerstag, 31. Mai, und Sonntag, 3. Juni, kommt es vor Ort zu einem weiteren Wettstreit, wobei dem Sieger als Belohnung ein Auftritt mit Alan Walker winkt. «Ich werde alles geben», sagt Brunner und ergänzt: «Erst wenn ich total müde und verschwitzt von der Bühne gehe, war es ein guter Abend.» Natürlich sei er bestrebt, den Wettstreit zu gewinnen, aber noch wichtiger sei es, die Gäste zu unterhalten, guten Sound aufzulegen und Spass zu verbreiten.

Nach dieser Woche reist er weiter zum Swiss Spring Break, wo er zwischen 7. und 11. Juni auflegen wird. Zu seinem Repertoire gehören Festival Music, Electric, Dance und House, ebenso wie Elemente von Funk, Hip-Hop oder Techno. Teils laut und hart, teils ruhig und sanft. Sind beim Spring Break Island Partygängerinnen und Partygänger aus ganz Europa am Festen, wird es gemäss Brunner in Kanegra zu einem Heimspiel kommen. Nebst ihm treten weitere Schweizer DJs auf und ein Grossteil der Gäste kommt ebenfalls aus der Schweiz. Dennoch wird die zweite Partywoche nicht weniger laut und anstrengend: «Ich möchte den Ton angeben und die Partymeute mit meinen Klängen entzücken», sagt Phil Praise und fügt an: «Sehr wahrscheinlich werde ich in diesen beiden Wochen nicht viel schlafen.»

Übergänge sind entscheidend

Noch kann Brunner nicht vollständig vom Auflegen leben: «Die Ehre und Wertschätzung, die ich auf der Bühne erfahre, sind mehr wert als Geld.» Ausserdem brauche man einen oder zwei Hits, um von seinem Namen und den Auftritten leben zu können. «Klar wäre es schön, einen Welthit zu landen», sagt der DJ. Sollte dies aber nicht klappen, sei er bereits damit zufrieden, eigene Lieder zu produzieren, die die Leute gerne hören. Dafür stehe er fast täglich im Studio und übe seinen Fertigkeiten. Mit jedem Auftritt verbessere sich sein Umgang mit den Gästen. «Ich lerne zu verstehen, wann welche Musik gewünscht und gefordert ist, variiere das Tempo und erzeuge passende Übergänge.» Laien-DJs erkenne man daran, dass sie nicht auf das Partyvolk eingehen und Lieder ohne fliessende Über­gänge aneinanderreihen. «Jeder kann DJ werden», sagt Brunner und fügt an: «Jedoch reicht es nicht aus, nur Stop und Play zu drücken.»

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