CVP St. Margrethen: das Gemeinwohl hoch halten

25 Mitglieder nahmen an der Hauptversammlung der CVP-Ortspartei teil, die viel Interessantes bot. Wichtig war auch das Politisieren nach dem offiziellen Part.

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St. Margrethen. Nach Begrüssungstrunk und Nachtessen stand der offizielle Teil der CVP-Hauptversammlung an, zu der sich rund 40 Prozent der Mitglieder eingefunden hatten. Rechnung und Budget wurden erläutert, und da wie gewohnt alle gewissenhaft gearbeitet hatten, passierten sämtliche Geschäfte ohne Gegenstimme. Präsident Roland Kluser streifte in seiner Ansprache ganz kurz die nationale und die kantonale Politik 2010. Beide hatten seiner Meinung keine grossen Wellen geworfen. So still wird es heuer nicht, schliesslich stehen Wahlen an. Diese werden der Partei einiges abverlangen, sowohl personell als auch finanziell.

Bewegter nahm sich im letzten Jahr auch für die CVP das Geschehen im eigenen Dorf aus. Ein ziemlich einseitiger Bericht der «Rundschau», die Dokusoap «Üsi Badi», der Erhalt des Energiestadt-Labels, Diskussionen um Verkehrskreisel und Einheitsgemeinde sowie die vom Stimmvolk letztlich bachab geschickte Umzonung im Gebiet Ottersbach beschäftigten die Parteimitglieder.

Dann musste der Präsident den Kropf leeren: Einzelne Gruppierungen würden das Dorf schlecht reden, ohne aber Alternativen zu zeigen. Ihm scheine, dass heutzutage Vorschläge und Ideen richtiggehend torpediert würden, wenn sie nicht haargenau ins eigene Parteiprogramm passten oder wenn sie persönliche Ansichten tangierten. Auch versuchten einige politische Gruppierungen, sich zu profilieren, ohne an das Gemeinwohl zu denken. Wenngleich Kluser an die eigene Gemeinde dachte, dürfte dies in manch anderer gleich laufen.

Vizepräsident Bruno Zoller wies auf die keinesfalls zu unterschätzende Rolle einer Ortspartei hin. Und er machte wieder einmal klar, welchen Einsatz die Mitglieder in ihrer Freizeit für die Gemeinde, das Gemeinwohl und nicht zuletzt für eine funktionierende Demokratie leisten. Natürlich sind das Parteipolitische und das Offizielle wichtig. An einer HV das Danach jedoch auch. Dann können alle mitreden und disputieren – auch die Jungen. Solche waren dabei, wenngleich sie ausschliesslich dem männlichen Geschlecht angehörten. (pd)