CVP schadete sich gründlich

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: In Oberriet hat sich die CVP mit ihren internen Querelen selbst nachhaltig geschadet und gestern die unmissverständliche Quittung erhalten.

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Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: In Oberriet hat sich die CVP mit ihren internen Querelen selbst nachhaltig geschadet und gestern die unmissverständliche Quittung erhalten. Die traditionell starke Partei, die den Gemeindepräsidenten bisher stellen durfte, sieht sich mit einem Wahlergebnis konfrontiert, das ganz besonders bitter sein muss.

Als einer von vier (!) Kandidaten erhielt Rolf Huber fast 70 Prozent aller Stimmen. Mit 2008 Stimmen hat er das absolute Mehr von 1454 weit übertroffen.

Obschon die CVP dem Konkurrenten also tüchtig in die Hände spielte, haben natürlich noch weitere – gewichtigere – Gründe Hubers Triumph ermöglicht. Im Gegensatz zur unterlegenen Konkurrenz hat Huber als Gemeindepräsident bereits Erfahrung, und als Auswärtiger mit Oberrieter Wurzeln gilt er vielen Wahlberechtigten als unabhängige

Kraft, die nicht nur frischen Wind verspricht, sondern Oberriet und die hier herrschende Mentalität zugleich bestens kennt.

Für die Zukunft der Gemeinde ist es vorteilhaft, wenn jemand derart klar favorisiert wird wie Rolf Huber. Die für eine Kampfwahl ungewöhnlich hohe Stimmenzahl zeugt von Vertrauen, wie es sich ein Chef für seinen Start nur wünschen kann.

Gert Bruderer

bruderer@rdv.ch