Cup-Wunder bleibt aus

EISHOCKEY. In der Vorrunde des Schweizer Cups wehrt sich der SC Rheintal gegen den Erstligisten EHC Bülach tapfer, verliert aber doch standesgemäss mit 1:5 (0:1, 0:0, 1:4). Rheintal – Bülach 1:5 (0:1, 0:0, 1:4)

Yves Solenthaler
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Betrieb vor Goalie Sergio Marti, aber SCR-Verteidiger Thomas Ammann hindert den Bülacher Benjamin Schenk an der Puckkontrolle. (Bild: Yves Solenthaler)

Betrieb vor Goalie Sergio Marti, aber SCR-Verteidiger Thomas Ammann hindert den Bülacher Benjamin Schenk an der Puckkontrolle. (Bild: Yves Solenthaler)

Wer im Cup gegen einen Oberklassigen bestehen will, sollte das Skore lange ausgeglichen halten, um selbst durch einen Lucky Punch Nervosität in den Reihen des Gegners zu säen.

Dem SC Rheintal ist das gestern gegen Bülach nicht gelungen: Schon früh konnten die Gäste ein Powerplay spielen, in dem sie durch Sascha Figi prompt 1:0 in Führung gingen.

SCR defensiv stark

Danach spielte der SCR die Rolle des Aussenseiters mustergültig. Er spielte diszipliniert, war defensiv meist Herr der Lage. Offensive traten die Rheintaler selten in Erscheinung, aber in der 18. Minute musste Bülachs Goalie Zucchetti gegen Holenstein beweisen, dass er keine Gurke ist.

Die Gäste waren spielbestimmend, den Klassenunterschied zeigten sie aber nur in einzelnen Situationen auf, ihre Abschlüsse wirkten wenig überzeugend. Dass es bis zur ersten Sirene bei einem Gegentor blieb, war aber auch der Verdienst von Goalie Marti.

Das galt nach dem zweiten Spielabschnitt umso mehr, denn die Bülacher hatten ihre Angriffe ab Spielmitte intensiviert. Mal für Mal erhielt Marti Gelegenheit, sich auszuzeichnen. Er tat dies mit Bravour, wobei er von seinen tapfer kämpfenden Vorderleuten meist gut abgeschirmt wurde. Der SCR kam durch Holenstein (29.) und Paul (35.) nach Bülacher Nachlässigkeiten zu Chancen.

Schwerwiegend war, dass die Rheintaler im Mitteldrittel Manuel Liechti verloren haben. Er schied nach einem Check gegen den Kopf verletzt aus.

Zwei Empty-Netter am Schluss

Im letzten Abschnitt waren zwar zu Beginn die Rheintaler am Drücker, aber danach wurden die Stärkeverhältnisse deutlich: Der SCR wurde müde, dadurch unkonzentriert. Folgerichtig gingen die Gäste durch Kobelt 2:0 in Führung. Stefan Strebel schaffte nach einem Konter zwar den Anschluss, aber mit dem nächsten Angriff ging Bülach wieder mit zwei Toren in Führung. Die letzten zwei Tore erzielte Bülach ins leere Tor.

VORRUNDE SCHWEIZER CUP

Eishalle – 150 Zuschauer – SR: Brunner (Cali, Vendrame).

Tore: 5. Figi (Lemm; Strafe SCR) 0:1; 44. Kobelt (Chelua) 0:2, 47. Strebel (Obrist) 1:2, 49. Lemm (Boner) 1:3, 58. Kobelt (Lemm) 1:4, 60. Lemm 1:5.

Strafen: SCR 3 x 2, Bülach 3 x 2 + 1 x 10 Minuten.

Rhental

Rheintal: Marti; Ammann, Obrist, Diener, Liechti, Vonbun, Knöpfel, Sabanovic, Berweger; Moser, Binder, Schawalder, Bartholet, Holenstein, Strebel, Bärtsch, Breitenmoser, Pfeiffer, Paul.