Cup-Schreck schockt auch Walzenhausen

FAUSTBALL. Im Halbfinal des regionalen SAP-Cups verlor der TV Walzenhausen bei nassen Verhältnissen gegen die routinierte Equipe der TS Höchst mit 1:4.

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Ein grosser Tag für das junge Team aus Walzenhausen sollte es werden, doch Petrus und die Nerven machten ihm ein Strich durch die Rechnung.

Zu Beginn des Spiels regnete es noch in Strömen, was vor allem einen Vorteil bei der Angabe bedeutet. Da bei Höchst klar mehr Druck aus dem Anspiel kam, lag es auch schnell mit 5:2 vorne. Doch Walzenhausen gab den Satz nicht einfach so her. Die Vorderländer kämpften sich heran und holten sich Satz 1 doch noch mit 11:9.

Aufholjagd im Startsatz

Aus Walzenhauser Sicht begann der zweite Abschnitt vielversprechend. 2:0 und 4:3 hiess die jeweilige Führung. Doch dann kam der Knackpunkt. Auf einmal schlichen sich ungewohnte Fehler ein. Auf jeder Position schien der Wurm drin, weder Angabe noch Zuspiel funktionierten. Dies nutzte Höchst kaltblütig zum 11:6-Satzgewinn aus. Diese kleinen Fehler schlichen sich auch im dritten Abschnitt ein, den die Routiniers mit 11:8 für sich entschieden.

Doch von Aufgeben war in Walzenhausen noch lange nicht die Rede. 250 Zuschauer trotzten dem Regen und wurden ab dem vierten Satz belohnt: Der Regen hörte auf, die junge Truppe war wieder besser im Spiel.

Nerven spielten verrückt

Bei Walzenhausen übernahm Lukas Züger die Verantwortung mit den Anspielen. Der 18-Jährige machte dies mit Bravour. Doch beim Stand von 6:6 spielten die Nerven auf Walzenhauser Seite verrückt. Nichts wollte mehr gelingen. Zwar kamen die Vorderländer von 6:10 nochmals auf einen Punkt heran, aber die Vorarlberger liessen sich den Satz nicht mehr entreissen.

Im fünften Satz wurde es laut auf der Franzenweid, weil die Vorderländer wieder mithielten. Diesen Vorteil wussten die Walzenhauser zu nutzen und erspielten sich beim Stand von 10:8 zwei Satzbälle. Aber die Höchster kamen dank zwei Vorderländer Fehlern wieder heran. Auch einen dritten Satzball konnte das junge Heimteam nicht verwerten. So setzte sich die Routine durch: Mit 13:11 im fünften Satz zieht Höchst in den Final gegen Widnau III ein.

Zu wenig Druck erzeugt

Walzenhausens Captain Remo Pinchera nach dem Spiel: «Wenn man gegen solch eine routinierte Mannschaft nicht von A bis Z auf hohem Niveau spielt und bei der Angabe zu wenig Druck erzeugen kann, dann verliert man.» Die guten Phasen der Walzenhauser lassen aber für die Meisterschaft hoffen, wo der Aufstieg in die 1. Liga greifbar nahe ist. (rep)

Walzenhausen: Beda Kellenberger, Noah Kellenberger, Sandro Pfändler, Luca Rechsteiner, Lukas Züger, Remo Pinchera, Coaching: Cyrill Schreiber, Juliano Fontoura

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