Cup-Aus gegen Oberklassige

UNIHOCKEY. Im 1/16-Final des Schweizer Cups unterliegen die Frauen der Rheintal Gators (1. Liga) dem NLB-Team Zäziwil mit 1:11 (0:2, 1:5 0:4). Ab dem zweiten Drittel waren die höherklassigen Bernerinnen übermächtig.

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Melanie Sutter (rechts) versucht, eine Angreiferin des NLB-Vereins Zäziwil zu stoppen. (Bild: pd)

Melanie Sutter (rechts) versucht, eine Angreiferin des NLB-Vereins Zäziwil zu stoppen. (Bild: pd)

In dieser Saison durften die Gators-Damen erstmals im Schweizer Cup mitmischen. Nach der überstandenen ersten Runde von Ende August in Interlaken freute man sich auf den Härtetest gegen die NLB-Spielerinnen von UH Lejon Zäziwil. Das Heimspiel stand unter dem Motto «nichts zu verlieren, viel zu gewinnen».

Hoffnungsvolle Startphase

Das Spiel startete schnell, für ein gegenseitiges Abtasten blieb wenig Zeit. Schon in der vierten Minute demonstrierten die Löwinnen («Lejon» bedeutet Löwe auf schwedisch) ihr schönes Passspiel durch die Mitte und gelangten so zum Führungstreffer. Nur vier Minuten später wiederholte sich die Szene, und die freistehende Gegnerin schob an Torhüterin Franziska Köppel vorbei zum 2:0 ein. Dies war der Pausenstand, denn trotz einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Verteidigerin Krisztina Mayer wegen Stockschlags konnten die Gators durch ein souveränes Unterzahlspiel den Kasten bis zum Pausenpfiff sauber halten.

Im zweiten Drittel gelang den Gators-Damen in der ersten Minute der Anschlusstreffer: Fernanda König lochte den Ball auf Pass von Nadja Berweger in der allgemeinen Verwirrung im gegnerischen Slot glücklich ein. Der Torjubel war gross, die Gators sichtlich stolz darauf, mit den NLB-Spielerinnen scheinbar mithalten zu können. Die Freude währte jedoch nur kurz, denn schon in der vierten Minute erhöhten die Löwinnen wieder.

Nun machte sich die Müdigkeit bemerkbar. Die Bernerinnen schienen mit ihrem schnellen Passspiel und der Laufstärke überall zu sein, und das Heimteam bekundete mehr und mehr Mühe, das eigene Spiel aufrecht zu halten. Nach den schnell aufeinanderfolgenden Gegentreffern zum 1:5 und 1:6 waren die Rheintalerinnen vor allem mit Verteidigen beschäftigt, und das Spiel gegen vorne wurde bis auf wenige weite Bälle ganz ausgesetzt. Trotz dieser Defensive glückte den Gästen noch vor Drittelsende das 7:1.

Überlegener Gegner

In der Anfangsphase des letzten Drittels mobilisierten die Gators-Frauen noch einmal alle Kräfte. Allerdings blieben ihre Abschlussversuche erfolglos. Dann eröffnete sich durch eine Zwei-Minuten-Strafe gegen Zäziwil die Möglichkeit, doch zu einem weiteren Treffer zu gelangen. Im Überzahlspiel liessen die Gators jedoch wieder mehr Platz für Konter, und so gelang den Löwinnen in Unterzahl das achte Tor. Der Systemwechsel von Raum- auf Manndeckung liess das Gators-Spiel kurzfristig wieder sicherer werden. Doch nach einem weiteren Tor und einem schon vorher vereinbarten Goaliewechsel mussten die Rheintalerinnen die Überlegenheit des NLB-Teams endgültig eingestehen. Obwohl Jara Halef noch einige Bälle abblockte, stand es am Ende 1:11 für Zäziwil. Nun gilt die ganze Konzentration der Meisterschaft, die am 27. September beginnt. (mes)

Gators: Franziska Köppel, Jara Halef; Margarita Valhermoso, Petra Künzler, Anina Ryser, Fernanda König, Katharina König, Julia Sieber, Melanie Sutter, Krisztina Mayer, Eliane Störi, Nadja Berweger, Belina Hunziker, Joëlle Bitzi, Kathrin Frei, Sarah Steiger, Camille Vogel, Jennifer Alig. Coaches: Werner Auer, Sarah Schmidhauser.