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Cross-Country-WM: Gold für die Thalerin Jolanda Neff? Eine Steinpassage wird die Antwort geben

So offen war die WM der Frauen noch nie: Vier bis fünf Topfavoritinnen kämpfen um Gold. Eine von ihnen heisst Jolanda Neff.
Yves Solenthaler
Vier Topfavoritinnen kämpfen am Samstag in Kanada um WM-Gold: Weltcup-Leaderin Jolanda Neff aus Thal ist eine von ihnen. (Bild: Archiv)

Vier Topfavoritinnen kämpfen am Samstag in Kanada um WM-Gold: Weltcup-Leaderin Jolanda Neff aus Thal ist eine von ihnen. (Bild: Archiv)

Vier Fahrerinnen haben in dieser Saison im Cross-Country-Weltcup gewonnen, die Gesamtführende gehört nicht da­zu: Die 26-jährige Jolanda Neff aus Thal wurde in sechs Rennen viermal Zweite.

In Mont Sainte-Anne und an Weltmeisterschaften wurde Neff aber noch nie Zweite oder Dritte: Dreimal siegte sie schon in Kanada (2014, 2015, 2018), einmal wurde sie Elite-Weltmeisterin (2017) und dreimal gewann sie den Titel in der U23 (2012 bis 2014).

Der Weg zum Sieg führt in Mont Sainte-Anne über Le Béa­trice – eine Steinpassage mit langen und steilen Aufstiegen sowie technisch schwierigen Abfahrten. Hier fühlt sich Jolanda Neff wohl. Um die Differenz in den Abfahrten zu legen, muss sie aufwärts mit den Besten mithalten können. Auf diesem Terrain waren andere in den letzten Rennen besser.

Zwei Rückkehrerinnen und die Titelverteidigerin

Die letzten zwei Weltcuprennen gewannen Olympiasiegerin Jenny Rissveds (25-jährig) und Pauline Ferrand-Prévot (27), Weltmeisterin 2015. Für beide war es der erste Weltcupsieg nach langer Zeit. Die Schwedin musste wegen Depressionen zwei Jahre pausieren, die Französin litt un­ter Hüftproblemen und sie, die Weltmeisterin in allen Disziplinen war, verzettelte sich zwischen Cross Country, Radcross und Strassenrennen.

Jetzt sind beide zurück an der Weltspitze. Mit unterschiedlicher Fahrweise: Ferrand ist eine der ganz wenigen Fahrerinnen, die dem Punch von Neff gewachsen sind; zuletzt setzte sich die Frau aus der Champagne zweimal im Sprint durch. Rissveds meistert die Hindernisse dagegen mit Vorsicht und im eigenen Rhythmus. Im Feld der über den Lenker gebückten Racerinnen wirkt sie mit ihrer aufrechten Haltung wie eine Bike- Touristin. Die Wirkung, die sie damit erzielt, ist aber die einer Weltklassefahrerin.

Jenny Rissveds gehörte beim Olympiasieg zum Scott-Team von Nino Schurter, das von Thomas Frischknecht geleitet wird. Der SRF-Co-Kommentator hat inzwischen die 23-jährige US- Amerikanerin Kate Courtney unter seinen Fittichen. Letztes Jahr wurde Courtney in Lenzerheide sensationell Weltmeisterin, zu Beginn dieser Saison dominierte sie mit drei Siegen den Weltcup. In den letzten zwei Rennen fuhr Courtney aber ausserhalb der Spitzenplätze. War das Zwischentief dem WM- Formaufbau geschuldet? Vermutlich schon, Courtney gehört zu den Topfavoritinnen.

Anne Terpstra: Einzige Favoritin ohne grossen Titel

Die 28-jährige Niederländerin Anne Terpstra siegte in Andorra und wurde Zweite in Lenzerheide. Sie ist auch eine Goldkandidatin. Allerdings ist ihr Palmarès nicht mit dem der Topfavoritinnen vergleichbar.

Für die Medaillenvergabe kommen weitere Fahrerinnen in Frage: Die Kanadierinnen (v.a. Catharina Pendrel), aber auch Jana Belomoina (Ukraine), Anne Tauber (Niederlande) oder die Deutsche Elisabeth Brandau.

Live-TV:
Samstag, 31.August, ab 18.05 Uhr auf SRFzwei.

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