Cool im Schneegestöber

Christoph Schefer sorgt für die Bestzeit einer starken Rheintaler Armada. Stefan Schmauder und Felix Benz klassieren sich in ihren Altersklassen auf den Rängen vier und sechs.

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LAUFSPORT. Schlimmer geht's nimmer: Genau zum Start des Zürich-Marathons kam der nasskalte Winter mit Schnee- und Graupelschauer und bissigem Wind zurück. Bei vier Grad begann der Lauf über die klassischen 42,2 Kilometer. So extrem war es bei den bisherigen dreizehn Marathons in Zürich noch nie. Etwas für Hartgesottene!

Schefer in 2:34 Stunden

Auf der flachen Zürcher Marathonstrecke lief Christoph Schefer aus Lüchingen vor einem Jahr mit 2:29 Stunden seine persönliche Bestzeit. Rekordzeiten wurden aufgrund der misslichen Wetterbedingungen nur mit wenigen Ausnahmen realisiert.

Schefer und sein Trainings-Freund Heinz Bodenmann aus Gais wurden in Zürich aufgrund ihren nationalen Spitzenleistungen bei der Elite eingeteilt, machten das Beste aus ihren Möglichkeiten und überzeugten erneut mit grandiosen Leistungen. Schefer, der Leader der Donnschtighüpfer, erreichte nach zwei Stunden und 34 Minuten als Dreizehnter aller 2128 Finisher das Ziel. Vier Minuten länger brauchte Bodenmann. Mit Stefan Schmauder aus Diepoldsau trotzte ein weiterer Hüpfer den misslichen Wetterbedingungen und spielte im Konzert der schnellsten mit Erfolg mit.

Weitere Topleistungen

Dank einer fulminanten Schlussphase gelang ihm mit 2:38 Stunden sogar eine persönliche Bestzeit und eine Klassierung in den Top 20 overall. In seiner Altersgruppe M30 erreicht Schmauder Platz vier. Mit Platz sechs in der AK M55 erreicht der Mila-Marathon-Routinier Felix Benz aus Heerbrugg auch bei seiner dreizehnten Teilnahme beim Zürich-Marathon eine Spitzenklassierung. Seine Laufzeit ist 3:07 Stunden. Benz war damit eine ganze Viertelstunde schneller als vor drei Wochen beim Marathon in Freiburg im Breisgau.

Hüpfer-Dominanz

Zur Rheintaler Delegation, die in diesem Jahr beim Zürich-Marathon die volle Marathondistanz bewältigte und im Ziel Medaille und Finisher-Shirt als Belohnung für die grossen Strapazen überreicht bekam, gehören mit Thomas Nauer aus Marbach und dem Bernecker Pascal Zeller noch zwei weitere Donnschtighüpfer.

Nauer steigerte sich gegenüber dem Vorjahr um sechs Minuten auf eine neue persönliche Bestzeit von 2:52 Stunden. Trainingskollege Zeller spürte die Tücken der nasskalten Witterung und musste, wie viele andere auch, das Tempo auf der zweiten Streckenhälfte reduzieren, um nicht infolge Muskelkrämpfen eine Rennaufgabe (DNF) zu riskieren. Seine Endzeit von 3:18 Stunden ist aber immer noch eine Marke, wovon das Gros der Marathonis nur träumen kann. Eine beeindruckende Leistung zeigte erneut Wendy Widmer aus Altstätten. Nach Paris und Wien lief sie in Zürich den dritten Marathon innert Monatsfrist und finishte in 4:18 Stunden. (fb)

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