Comeback der Torfabrik

Der FC Widnau gewinnt das zweite Heimspiel unter Trainer Sven Sonderegger gegen den FC Uster in einem abwechslungsreichen Spiel klar mit 5:0.

Gerhard Huber
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Widnau erkämpfte sich den Sieg mit Einsatz, wie hier Sonderegger und Lüchinger (v. l.). (Bild: Ulrike Huber)

Widnau erkämpfte sich den Sieg mit Einsatz, wie hier Sonderegger und Lüchinger (v. l.). (Bild: Ulrike Huber)

FUSSBALL. Na also, geht doch. Seit Monaten machte das Widnauer Team einen teils desaströsen Eindruck. Unstimmigkeiten und Trainerprobleme äusserten sich in zahlreichen Gegentoren bei gleichzeitigem Offensiv-Versagen. Unter Neo-Coach Sven Sonderegger scheint es jetzt aufwärts zu gehen.

Entgegen dem Spielverlauf

Ein derartiger Kantersieg war gegen die bisher beste Defensive der Liga nicht zu erwarten. Und entspricht eigentlich nicht dem Spielverlauf. Denn die Gäste waren die bessere Mannschaft, doch Widnau agierte cleverer. Der nach Verletzung zurückgekehrte Tormann Jung war an diesem Tag absolut fehlerfrei und auch die neu zusammengestellte Innenverteidigung mit Irisme und Lüchinger spielte eine prächtige Partie. Nach vorne ging es mit langen Bällen, ideal für die schnellen Torjäger Bärlocher und Abdoski. Dieses Konterspiel war gegen die manchmal doch etwas behäbig erscheinenden Defensivspieler aus Uster die richtige Taktik.

Auftakt durch Bärlocher

Den Auftakt zum Torfestival machte nach einer Viertelstunde Kevin Bärlocher. Von Arton Thaqui ideal und freistehend angespielt, rutschte er zunächst noch aus, verzögerte dann kurz und traf mit einem Schlenzer aus dem Fussgelenk an Usters Goalie Bünter vorbei in die rechte Torecke. Zehn Minuten später fand ein Pass aus dem Mittelfeld den goldrichtig gestarteten Abdoski, der raketengleich alle Gegenspieler abschüttelte und trocken an Bünter vorbei das zweite Goal für das Aegeten-Team erzielte.

Die einmal in Gang gekommene Widnauer Tormaschine funktionierte jetzt prächtig. Das 3:0 nach einer halben Stunde ging wieder auf das Konto von Bärlocher, der aus 18 Metern Entfernung einen vermeintlich harmlosen Aufsetzer Richtung Uster-Tor schickte und traf. Dann durfte nochmals Abdoski ran. Eine gelungene Kombination Bärlocher zu Nüesch zu Abdoski wurde von diesem mit einem satten Volleyschuss von der Strafraumgrenze direkt ins Kreuzeck abgeschlossen. Stand zur Halbzeit: 4:0 für Widnau.

Uster hatte mehr vom Spiel

Kaum zu glauben, aber wahr, und deshalb nochmals zu betonen. Uster machte das Spiel. Auch in der zweiten Hälfte. Doch wer schoss das nächste Tor? Richtig, der FC Widnau. Und richtig, wieder entstand der Treffer aus einem Konter. Diesmal wurde der kurz zuvor eingewechselte Haltiner von Lüchinger mit einem gefühlvollen Heber ideal auf die Reise geschickt und schloss dieses Unternehmen mit einem Schuss an Bünter vorbei ab.

Schon kommendes Wochenende werden die Weiss-Blauen zu Hause gegen den FC Kreuzlingen beweisen können, dass dieser Match kein Strohfeuer war, sondern vielmehr der Auftakt zu weiteren Punkten.

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