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Clubs der kochenden Männer

Kochen ist längst nicht mehr nur Frauensache. Nicht nur in der Gastronomie, auch zu Hause greifen immer mehr Männer zum Kochlöffel. Das nötige Know-How holen sie sich in Kochclubs.
Susi Miara

RHEINTAL. Die Zeiten, in denen die Männer nicht kochen konnten, gehören der Vergangenheit an. Zwar wird das Essen in den meisten Haushalten immer noch von Frauen zubereitet, die Männer lassen sich aber auch immer öfter am Herd blicken. Vor allem wenn es um ausgefallene Gerichte geht, ist der Ehrgeiz bei Männern geweckt. Die kochenden Männer sind sich einig: «Der Hobbykoch ist ein Geniesser und ein Mensch, der die Gastfreundschaft pflegt.»

Seit 57 Jahren am Herd

Der Hobbykoch an sich ist nichts Neues. Bereits im Jahr 1959 wurde durch bekannte Medienleute der Schweizer Club kochender Männer (SCKM) gegründet. Heute zählt er über 1000 Mitglieder.

Auch im Rheintal schiessen die Männer-Kochclubs wie Pilze aus dem Boden. Der älteste ist die «Räblus-Chuchi» in Balgach. Dieser Männer-Kochclub wurde 1964 gegründet. Die 16 Mitglieder treffen sich jeweils am ersten Donnerstag des Monats. Während dieser Treffen kocht jeweils eine vierköpfige Gruppe. Verantwortlich für das Rezept ist der Küchenchef des Abends. Er übernimmt auch das Einkaufen der Zutaten und instruiert die Köche. Einzige Vorgabe ist, dass der erste Gang pünktlich um 19.30 Uhr serviert wird und die Kosten pro Person nicht höher als 25 Franken sein dürfen. Präsident Markus Sonderegger ist erst seit zwei Jahren dabei. «Ich esse gerne, konnte aber nicht kochen», begründet er seinen Beitritt zur «Räblus-Chuchi».

Kochen auch für Gäste

Den Kochclub «Ribelkuchi» gibt es bereits seit 48 Jahren. Ihm gehören acht Aktiv- und zwei Ehrenmitglieder sowie 30 Gästemitglieder an. Gekocht wird jeweils am letzten Samstag im Monat im Restaurant Rebstock. An der Hauptversammlung wird ein Jahresplan mit den jeweiligen Menüs erstellt.

Die Gästemitglieder haben dann die Möglichkeit, sich gegen einen Unkostenbeitrag zum Essen anzumelden. «Für uns ist es ein Hobby», sagt Präsident Stefan Langenegger. «Wir schätzen es, mit den Kollegen gemeinsam zu kochen».

Gemütlichkeit und Geselligkeit

«Mittlerweile haben viele Männer die Freude am Kochen entdeckt», sagt Hanspeter Kaiser, Präsident vom Kochclub Rüthi. Dieser wurde vor 32 Jahren gegründet und hat 15 Mitglieder. «Frauen finden kochende Männer attraktiv», sagt Kaiser.

Einmal im Jahr werden die Frauen zum Essen eingeladen und seit einigen Jahren kochen die Männer auch für das Frauenaltersturnen. An der Hauptversammlung wird ausgelost, wer in welchem Monat für das Menü zuständig ist. Dieser kauft dann auch die Zutaten für das Menü ein. Die Kosten dürfen 23 Franken nicht übersteigen.

In Oberriet gibt es sogar zwei Kochclubs. Der Club kochender Männer mit 16 Mitgliedern wurde 1981 gegründet, der Kochclub «Brutzelschnäuz» vor 20 Jahren. «Die Warteliste beim Club kochender Männer war zu lange, deshalb habe ich gemeinsam mit vier Kollegen den Kochclub «Brutzelschnäuz» gegründet», sagt Präsident Rolf Büchel.

Die acht Mitglieder treffen sich jeweils jeden letzten Freitag im Monat in der Schulküche der Oberstufe Oberriet. «Böse Zungen behaupten, dass sich die Männer zum Kochen treffen, um etwas Gutes zum Essen zu bekommen», sagt Rolf Büchel. Dem kann er nicht beipflichten.

«Für uns es geht es um die Gemütlichkeit, Geselligkeit und vor allem die Freude am Kochen. Es ist nicht das Gleiche wie zu Hause jeden Tag zu kochen. Wir bereiten uns für den Abend gemeinsam vor, suchen das Menü aus und den passenden Wein. Für uns ist es etwas Besonderes», sagt Rolf Büchel.

Kochclub Basilicum

Mit der Idee, einmal im Monat mit Freunden zu kochen und einen tollen Abend zu gestalten, wurde vor zehn Jahren der Kochclub Basilicum gegründet. Daraus hat sich dann der Wunsch entwickelt, auch für andere zu kochen. «Wir haben schon an verschiedenen Anlässen gekocht», sagt Präsident Sergio Fanzoi. Die 13 Mitglieder treffen sich jeden ersten Donnerstag im Monat in der Küche des katholischen Pfarreiheims in Heerbrugg. Dort kocht dann ein im Voraus bestimmtes Team für die Mitglieder und Gäste. Auf Anfrage werden auch Gäste zum Pauschalpreis inklusive Getränke bewirtet. «Wir leben in einer Zeit, in der man gerne gut isst», sagt Sergio Fanzoi. «Selbst den Kochlöffel zu schwingen macht das Essen dann zum Erlebnis.»

Geselligkeit spielt auch bei den Mitgliedern des vor 34 Jahren gegründeten Kochclubs «Torkel-Kuchi» in Berneck eine Rolle. Gekocht wird im Altersheim Berneck, wo die acht Hobbyköche jedes Jahr auch das Personalessen und das Weihnachtsessen zubereiten.

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