Circus Royal ist im Recht

St. Gallen Am 9. August hat die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) gegen Verantwortliche des Circus Royal eine Strafanzeige wegen Tierquälerei eingereicht. Darin wurde dem Zirkus vorgeworfen, sieben Löwinnen «erniedrigt und in ihrer Tierwürde verletzt» zu haben.

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St. Gallen Am 9. August hat die Stiftung für das Tier im Recht (TIR) gegen Verantwortliche des Circus Royal eine Strafanzeige wegen Tierquälerei eingereicht. Darin wurde dem Zirkus vorgeworfen, sieben Löwinnen «erniedrigt und in ihrer Tierwürde verletzt» zu haben. Die Darbietung sei von der Organisation als «reine Machtdemonstration» bezeichnet worden: Gefährliche und physisch überlegene Raubkatzen würden dazu gebracht, «auf Kommando situativ-artuntypische Kunststücke aufzuführen».

Keine Strafuntersuchung gegen Circus Royal

Gemäss Mitteilung der Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen wird aber keine Untersuchung gegen den Circus Royal eröffnet. Die Staatsanwaltschaft habe bei der Prüfung der Anzeige festgestellt, dass «keine tatbestandsmässige Erniedrigung der Löwinnen» vorliege. Es sei selbstverständlich, dass der Dompteur bei der Dressurnummer die Löwinnen dominiere. Dies sei bei jedem von einem Menschen gehaltenen Tier und den von ihm verlangten Verhaltensweisen der Fall. Wie es weiter heisst, könne keine übermässige Instrumentalisierung in der Löwennummer erkannt werden. Zudem besitze der Circus Royal eine Tournéebewilligung des Thurgauer Veterinäramts, die auch die sieben Löwinnen einbeziehe. Die Staatsanwaltschaft werde deshalb keine Strafuntersuchung eröffnen und erlasse eine Nichtanhandnahmeverfügung. Diese sei bereits rechtskräftig.

Zur Kampagne gehört Online-Petition

Die TIR führt bereits seit längerem eine Kampagne gegen Vorführungen mit Wildtieren in Zirkussen. Es wurde unter anderem eine Online-Petition lanciert. Im Fokus der Organisation steht vor allem der Circus Royal, der aufgefordert wurde, die Dressurnummer mit Löwinnen einzustellen. (sda)