«Ciao Renato, ciao, ciao, ciao»

WIDNAU. Mehr als 250 Personen kamen am Sonntag zum ökumenischen Abschiedsgottesdienst für Pfarrer Renato Tolfo. Der evangelisch-reformierte Pfarrer aus Widnau verlegt seinen Wirkungskreis nach Rebstein.

Andrea Plüss
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Freuten sich über die herzliche Verabschiedung: Renato Tolfo mit Ehefrau Rebecca und Sohn Fabian. (Bilder: Andrea Plüss)

Freuten sich über die herzliche Verabschiedung: Renato Tolfo mit Ehefrau Rebecca und Sohn Fabian. (Bilder: Andrea Plüss)

Der Abschiedsgottesdienst wurde einerseits aus Platzgründen in der katholischen Kirche Widnau abgehalten. Andererseits unterstreicht der Ort auch Tolfos Wirken für die Ökumene. Renato Tolfo gestaltete den Gottesdienst gemeinsam mit dem katholischen Pfarrer Patrik Brunschwiler.

«Wir gehören zusammen»

«Es gibt Unterschiede in den theologischen Positionen beider Kirchen, aber wir gehören trotzdem zusammen», sagte Tolfo. Am Beispiel der Apostel Petrus und Paulus entwickelten die Pfarrherren Gedanken zur Ökumene.

Viel Positives sei im letzten Jahr im Bereich der Ökumene gewachsen, und «miteinander kann man mehr erreichen», so der scheidende Tolfo. Der ökumenische Krabbelgottesdienst, die ökumenische Kinderfiir sowie die Exerzitien im Alltag entstanden auf Initiative von Renato Tolfo und unterstreichen sein stetes Wirken für Offenheit und Ökumene.

Nach den WM-Abschieden von Italien und der Schweiz werde nun der dritte Abschied begangen, so Pfarrer Brunschwiler: Ciao Renato hiess es auf der Einladung zur Abschiedsveranstaltung. Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom evangelischen Kirchenchor. Er habe viel Schönes erleben dürfen während seiner zehnjährigen Zeit als Pfarrer in Widnau und viel mitgenommen aus den Begegnungen mit unterschiedlichen Menschen, so Tolfo.

Ciao Renato

Bereits auf dem Weg zum Apéro im evangelischen Kirchgemeindehaus erwartete Renato Tolfo eine Überraschung. Mehrere Böllerschüsse ertönten und riefen sogar die Polizei auf den Plan. Niklaus Frei – als Widnauer Urgestein zu bezeichnen – wollte mit den Böllerschüssen sein spezielles Lebewohl zum Ausdruck bringen. Mit Begeisterung und Applaus quittierten die Anwesenden den eigens für Pfarrer Tolfo kreierten «Ciao Renato»-Rap, den die Mitglieder des Kirchenchors zum Besten gaben.

Thomas Widmer, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft, hob in seiner Laudatio auf den scheidenden Pfarrherrn dessen Temperament und Engagement hervor. «Er ist ein <Menschenfischer>.»

Projekte bleiben

Tolfo könne mit unterschiedlichen Menschen stets auf Augenhöhe kommunizieren. Auch wenn mit Renato Tolfo eine Persönlichkeit gehe, blieben doch die von ihm auf den Weg gebrachten Projekte wie zum Beispiel die Familien-Generationenkirche, so Widmer. Am 1. August tritt Renato Tolfo die Pfarrstelle in seinem Geburtsort Rebstein an.

Mehr als 250 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger kamen zum Abschiedsgottesdienst mit anschliessendem Apéro.

Mehr als 250 Kirchbürgerinnen und Kirchbürger kamen zum Abschiedsgottesdienst mit anschliessendem Apéro.

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