Christoph Schefer als Dritter auf dem Stilfserjoch

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Christoph Schefer als Medaillengewinner war gefragt. (Bild: pd)

Christoph Schefer als Medaillengewinner war gefragt. (Bild: pd)

Laufsport «Donnschtig-Hüpfer» Christoph Schefer aus Lüchingen zeigt an der Premiere des Stelvio-Marathons im Südtirol ein starkes Rennen. In 3:48:36 Stunden belegt er hinter dem Deutschen Jochen Uhrig und dem Italiener Gerd Frick Rang drei. Eigentlich reduzierte Schefer sein Trainingspensum 2017 um rund die Hälfte. Als er eine Einladung zur Premiere des Stelvio-Marathons erhielt, konnte er nicht widerstehen und startete als einer von über 700 Läuferinnen und Läufer aus 17 Nationen zum Lauf-Abenteuer auf den zweithöchsten Gebirgspass Europas.

Von Gletschern und Bartgeiern

Bereits beim Start morgens um 9 Uhr in Prad auf 915 m zeigte das Thermometer 20 Grad an. Die Marathonstrecke führte die Läufer zunächst durch Apfelplantagen in das mittelalterlichen Städtchens Glurns (907 m) bevor es von Prad aus hinauf durch unverkennbare Ortschaften, wie das Bergdorf Stilfs, entlang an den Hängen des Stilfserjoch-Nationalparks ging. Christoph Schefer schwärmte: «Der Blick auf den 3899 m hohen Ortler und dessen Gletscher war sensationell.» Der Oberrheintaler fand immer besser ins Rennen. Vor allem das finale Erlebnis hatte es in sich: «Wir liefen sieben Kilometer auf den legendären Serpentinen auf der Stilfserjoch-Passstrasse 25 Kehren hinauf.»

Starkes Resultat dank jahrelangem Training

Auf den letzten Metern begleitet von einem Bartgeier, überquerte Christoph Schefer die Ziellinie auf der Passhöhe des Stilfserjochs auf 2757 m in 3:48:36 und damit nur elf Sekunden hinter dem Zweitplatzierten als Dritter.

Für die Strapazen entschädigt wurde der Bergläufer mit dem Podestplatz und mit einem einmaligen Panorama auf die Ötztaler Alpen, die Silvretta- und Berninagruppe sowie die Adamello-Presanella-Alpen, die Brenta und die Dolomiten. «Ich profitiere noch von meinem Training der letzten Jahre, von meiner Lauftechnik und der Erfahrung», lachte er nach dem guten Resultat, das er selber «eine Riesengeschichte» nennt. Auch zukünftig wird der «Donnschtig-Hüpfer» einige ausgewählte Rennen bestreiten. Höhepunkt des Jahres wird Ende Juli der Swissalpin Davos sein, den er erstmals über die Länge von 77,5 km und 2800 Höhenmetern bestreiten wird.

Andrea Kobler