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Chor und Solisten begeisterten

«Fenster zum Licht» lautete das Motto des Konzerts des Frauenchors Altstätten mit zahlreichen wunderbaren Solisten. Der Anlass in der katholischen Kirche in Rebstein war gut besucht.
Theodor Looser
Der Frauenchor Altstätten würdigte den heftigen Applaus der Besucherinnen und Besucher mit einer Zugabe. (Bild: Theodor Looser)

Der Frauenchor Altstätten würdigte den heftigen Applaus der Besucherinnen und Besucher mit einer Zugabe. (Bild: Theodor Looser)

REBSTEIN. Als Fortsetzung des Anlasses «24 h – Kirche erleben» vom November 2012 regte Esther Beyeler, katholische Pfarreiratspräsidentin von Rebstein sowie Präsidentin des Frauenchors Altstätten, diesen neuen Anlass an. Jürgen Natter als Dirigent stellte ein Programm zusammen, welches Werke von Komponisten vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart umfasste.

Bewegende Soli

Nebst dem Frauenchor Altstätten sang Amber Opheim aus Virginia, USA, als Sopran-Solistin, Andrea Gamper aus Bregenz spielte die Harfe, Corinne Thomann aus Altstätten die Solovioline, Jürgen Ellensohn aus Vorarlberg die Solotrompete, und Benjamin Guélat aus Porrentruy an der Orgel.

Aussergewöhnlich an diesem Konzert waren sowohl das Programm als auch die allgemeinen Umstände. Es soll als Initialzünder für weitere Konzerte dienen, wie Präsidentin Esther Beyeler erklärte. Das erste Stück, zwei Teile der «Peace Mass» von Bob Chilcott (1955), war zweistimmig gesetzt und speziell für einen Frauenchor komponiert. Anschliessend konnte das zahlreiche Publikum in der Vertonung von Psalm 137 durch Franz Liszt (1811 – 86) nebst dem Frauenchor Amber Opheim, Corinne Thomann und Andrea Gamper hören. «An den Strömen von Babel, da sassen wir und weinten …», begann der Psalm, mit den bewegenden und eindrücklichen Soli. Der Chor setzte den Schlusspunkt. Das folgende «Sicut Cervus» von Giovanni da Palestrina (1525 – 94) war ein reines Chorstück, ein fast 500 Jahre altes Meisterwerk. «Okna» (Fenster) von Peter Eben (1929 – 2007), ein Stück für Solotrompete und Orgel, wurde durch Bildprojektionen bereichert, die den Komponisten inspiriert hatten. Jürgen Ellensohn spielte die Solotrompete durchgehend stark, begleitet von Jürgen Natter an der Orgel. Wie die projizierten Bilder von Marc Chagall, die vor allem in der Farbgebung ausdrucksstark waren, war die Musik mal symbolreich, unruhig, mal versöhnlich oder auch vertrauenerweckend. Ein aussergewöhnliches Werk in beeindruckender Ausführung.

Feinsinniger Chorgesang

Das «Magnificat für Frauenchor» aus der Dante-Symphonie von Franz Liszt wurde ebenfalls durch Bildprojektionen unterstützt. Nachdem Liszt in dieser Symphonie die Hölle und das Fegefeuer nach der Dichtung von Dante dargestellt hatte, setzte er an Stelle des Paradieses das «Magnificat für Frauenchor», eine sehr feinsinnige und farbenreiche Komposition. Mit dem «Agnus Dei» aus der «Peace Mass» von Bob Chilcott wurde das Konzert abgeschlossen. Nach der anschliessenden Ehrung der Solisten wurde noch als Zugabe das «Abendlied» von Josef Rheinberger (1839 – 1901) gesungen.

Dieser Anlass hat, wie Esther Beyeler hoffte, sicher viel Licht in den dunklen November gebracht. Sie plant, bereits im nächsten März ein weiteres Konzert veranstalten zu können, und so eine ganze, jährlich stattfindende Konzertreihe mit drei bis vier Konzerten zu initiieren, das im Rahmen der Kulturprojekte der Pfarrei St. Sebastian, Rebstein.

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