Chinesische Kunst aus der Schweiz

Die in Winterthur lebende Künstlerin Marianne Chiu zeigt vom 1. bis 4. Oktober Gemälde und Plastiken im Stellwerk Heerbrugg. Vernissage ist am 2. Oktober um 19 Uhr.

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HEERBRUGG. In China nennen sie ihre Freunde Ma Li, was so viel bedeutet wie Maria. Die Heirat mit einem Chinesen und viele verschiedene Aufenthalte in China haben Marianne Chius' Leben immer wieder aufs Neue inspiriert und geprägt.

Chiu ist eine Lebenskünstlerin: Sie führte ein eigenes Geschäft, Detail- und Grosshandel mit asiatischen Lebensmitteln, Kleidern und Möbeln, besuchte eine Kochschule in Hongkong und führte ein chinesisches Restaurant. Sie absolvierte Ausbildungen in Akupunktur und Massage, studierte Traditionelle Chinesische Medizin und war Therapeutin mit eigener Praxis in Zürich und Winterthur.

Während eines ereignisreichen Sprachaufenthalts im Nord-Westen Chinas im Jahr 2009 fand Marianne Chiu wieder zur Kunst. Nach der Rückkehr in die Schweiz begann sie, ihre Erlebnisse damit zu verarbeiten. Seither hat sie die Malerei und Töpferei nicht mehr losgelassen. Die Sujets verändern sich, die Liebe zur chinesischen Welt und Kultur ist geblieben und spiegelt sich in den Bildern oder Plastiken wider.

In der Malerei experimentiert sie gerne mit verschiedenen Materialien. Sie gestaltet farbenfrohe Bilder mit Acryl, Mischtechnik, Tusche oder Gelstift und erschafft Objekte und Plastiken aus Ton.

Marianne Chiu sagt: «Die Kunst ist immer eine Auseinandersetzung mit dem Leben. Gerade dort, wo ich stehe, bringt sie mich hin. Farben bestimmen meine Bilder, meistens bunt. Von der chinesischen Kultur und von Appenzell inspiriert, zeigen sie sich einmal mehr, einmal weniger.»

Am Donnerstag, 1. Oktober, 18 bis 22 Uhr, beginnt die Ausstellung unter dem Titel «Farben des Lebens». Die Vernissage findet am Freitag, 2. Oktober, um 19 Uhr statt. (pd)

Weitere Öffnungszeiten: Samstag, 3. Oktober, 14 bis 21 Uhr, und Sonntag, 4. Oktober, 14 bis 18 Uhr.