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Chinas Wirtschaft vorerst stabil unterwegs

Die Mitte Oktober veröffentlichte Handelsbilanz hatte nichts Gutes für die chinesische Wirtschaft vermuten lassen.

Die Mitte Oktober veröffentlichte Handelsbilanz hatte nichts Gutes für die chinesische Wirtschaft vermuten lassen. Die Erhebung für das Bruttoinlandprodukt ein paar Tage später gab dann aber zumindest vorläufig Entwarnung: Die Volksrepublik kann bei der Wirtschaftsleistung an die beiden vorangegangenen Quartale anknüpfen. Obwohl die Angst vor einer harten konjunkturellen Landung Chinas übertrieben scheint, ist 2017 eine Verlangsamung wahrscheinlich.

Noch bis vor wenigen Jahren war China im übertragenen Sinne die Lokomotive der Weltwirtschaft. Ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 10 Prozent oder mehr war keine Seltenheit. Mittlerweile hat sich dieses allerdings spürbar verlangsamt. Nachdem die Wirtschaftsleistung im zweiten und im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 6,7 Prozent gestiegen ist, lässt sich aber immerhin von einer Stabilisierung sprechen. Im Quartalsvergleich wuchs das BIP immerhin um 1,8 Prozent. Neben dem überraschend robusten Privatkonsum wissen auch die Ausrüstungs- und Bauinvestitionen zu überzeugen. Diese profitieren seit Jahresbeginn massgeblich von Stimulierungsmassnahmen der Regierung in Peking.

Während die sogenannte Binnennachfrage – sie misst die Nachfrageentwicklung im Inland – solide bleibt, lässt sich das von der Import- und Exporttätigkeit Chinas nicht behaupten. Im September zeigten die Exporte in US-Dollar betrachtet ein Minus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Importe gingen um knapp 2 Prozent zurück. Erwartet wurden in Expertenkreisen ein Rückgang um gut 3 Prozent bei den Exporten und ein Anstieg um 0,6 Prozent bei den Importen.

Im Zuge der verhaltenen Handelsbilanz tauchte der Renminbi gegenüber dem US-Dollar in den letzten Tagen auf den tiefsten Stand seit gut sechs Jahren. Vertreter der chinesischen Zentralbank begründeten diesen Rückgang mit dem anhaltenden Kapitalabfluss aus der Volksrepublik sowie mit gestiegenen Zinserwartungen in den USA.

Wir haben unsere Prognose für das diesjährige BIP-Wachstum für China erst kürzlich auf 6,5 Prozent angehoben. Allerdings gehen wir für das kommende Jahr weiterhin von einer Wachstumsverlangsamung auf 5,9 Prozent aus, dürften sich die schuldenfinanzierten Massnahmen doch kaum als nachhaltig erweisen. Dadurch rückt für die Finanzmärkte vermehrt wieder die Geldpolitik in den Vordergrund.

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