Charme der jungen Tiere zieht

REBSTEIN. Von Wetterpech sprach beim Ornithologischen Verein Rebstein-Marbach niemand. Trotz Regens war man am Samstag relativ zufrieden. Am Sonntag waren dann die Wetterbedingungen optimal und viele Familien besuchten die Jungtierschau.

Bea Sutter
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«Jööh, sind dia härzig», (von vorne) Corina, Nicole und Flavia Eugster aus Oberegg schlossen die jungen Deilenaar-Kaninchen in ihre Herzen.

«Jööh, sind dia härzig», (von vorne) Corina, Nicole und Flavia Eugster aus Oberegg schlossen die jungen Deilenaar-Kaninchen in ihre Herzen.

Dass am Pfingstwochenende beim Vereinshaus die Jungtierschau des Ornithologischen Vereins Rebstein-Marbach stattfindet, das hat eine lange Tradition. «Die gute Infrastruktur, die die Anlage aufweist, erlaubt es, dass auch bei schlechtem Wetter die Veranstaltung durchgeführt werden kann», sagte Präsident Bruno Ritter. Klar wäre es schöner gewesen, wenn es am Samstag nicht geregnet hätte, dann hätte man auch die jungen Tiere draussen ausstellen können. Die jungen Kaninchen und «Henneli», die zwischen sechs und acht Wochen alt sind, würden vom nassen Untergrund Schaden nehmen. «Die Leute, die mit ihren Kindern am Samstag nicht kamen, besuchten dafür am Sonntag unsere Ausstellung», sagte Bruno Ritter. «Alles in allem sind wir zufrieden mit dem Besuch und dem Umsatz in der Festwirtschaft. Unsere Spezialität, das Kaninchen-Voressen, war der Grund, dass am Samstag viele bei schlechtem Wetter in unser gemütliches Festzelt kamen.»

Sonne lockte viel Publikum an

Am Sonntag hatte Petrus dann ein Einsehen. Bei schönem, nicht allzu warmem Wetter fand sich dann Gross und Klein beim Vereinshaus ausserhalb der Bahnlinie ein. Zahlreiche Familien mit Kindern bestaunten die herzigen jungen Tiere in den Käfigen. 14 Züchterinnen und Züchter freuten sich, dass sie ihren Nachwuchs von Kaninchen und Geflügel doch noch einem grossen Publikum präsentieren durften.

Viel «Jööh-Effekt»

Wie die Kaninchen das sahen, dass sie im Mittelpunkt des Interesses waren, wissen die Menschen nicht. Die einen hoppelten auf Lockrufe zu den Kindern, die anderen fühlten sich wohler am Schatten oder an ihre Mütter gekuschelt. Die Kinder waren fasziniert. «Jööh! Sind dia härzig», das war bestimmt der häufigste Ausruf in der Anlage.

Aber auch das Meerschweinchen hatte viel Publikum. Die Fellnähgruppe führt seit vielen Jahren das Meerschweinchen-Rennen durch. «Das kommt bei den Kindern immer sehr gut an», sagten Ruth Schäpper und Margrith Rechsteiner von der Fellnähgruppe. Die kuscheligen Tierchen, die die Näherinnen während des Winterhalbjahres aus Kaninchenfell herstellen, präsentierten und verkauften sie an ihrem Stand.

Schönes, naturnahes Hobby

Bruno Ritter erläuterte den Hauptgrund, warum die Ornithologen Jungtierschauen durchführen. «Wir Züchter wollen der Bevölkerung Einblick in unser schönes Hobby geben.»

Kleintiere zu hegen, zu pflegen und zu züchten erfordert viel Arbeit, Zeit und Verantwortung. «Dies wollen wir vor allem der Jugend näherbringen.» Denn Kleintierzucht ist eine schöne, naturnahe und sinnvolle Freizeitbeschäftigung, aber man dürfe den Aufwand nicht unterschätzen, erläuterte der Vereinspräsident.

Er freue sich, wenn sich junge Leute für dieses Hobby interessieren und bereit sind, ihre Freizeit für die Hege und Pflege von kleinen Tieren einzusetzen. Die Vereinsmitglieder standen während der Jungtierschau gerne für allerlei Fragen rund um die Kaninchen- und Geflügelzucht bereit.

Die kuscheligen Tierli der Fellnähgruppe zeigen die jungen Näherinnen Michaela Bucher, Simona Tanner und Vizeleiterin Margrith Rechsteiner. (Bilder: Bea Sutter)

Die kuscheligen Tierli der Fellnähgruppe zeigen die jungen Näherinnen Michaela Bucher, Simona Tanner und Vizeleiterin Margrith Rechsteiner. (Bilder: Bea Sutter)

Sie sind der Mittelpunkt: Die Jungtiere ernten viel Aufmerksamkeit.

Sie sind der Mittelpunkt: Die Jungtiere ernten viel Aufmerksamkeit.

In welche Box wird das Meerschweinchen sich wohl verkriechen?

In welche Box wird das Meerschweinchen sich wohl verkriechen?

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