Chancenlose Engadiner

Der SC Rheintal schenkt seinen Fans zum Neujahrsbeginn drei Punkte. Die Luchse gewinnen gegen den zweitplatzierten EHC St. Moritz zu Hause klar mit 5:1 (1:1; 1:0; 3:0). Rheintal – St. Moritz 5:1 (1:1, 1:0, 3:0)

Larissa Binder
Drucken
Teilen
Der Rheintaler Verteidiger Thomas Ammann schoss zwei Tore. (Bild: lbi)

Der Rheintaler Verteidiger Thomas Ammann schoss zwei Tore. (Bild: lbi)

EISHOCKEY. Das Spiel begann recht ausgeglichen. Bereits nach 23 Sekunden feuerte SCR-Captain Moser den ersten Schuss Richtung Bündner Gehäuse ab. Keeper Mathis blockierte die Scheibe jedoch. In der 3. Minute versuchte es Schlegel, aber auch er traf nur Mathis. Das Spiel wogte hin und her und war geprägt von vielen Fehlpässen, weshalb der Führungstreffer für die Luchse auch vorerst nicht fallen wollte. In der 9. Minute der erlösende Führungstreffer durch Strebel, der die Scheibe im Vorbeigehen auf das Zuspiel von Schlegel versenkte. Die Freude währte aber nur kurz: Wenige Sekunden später wusste Mercuri die richtige Antwort und glich aus. Auch im Powerplay überzeugten die Luchse nicht und kamen zu wenigen Chancen.

Geringe Chancenverwertung

Das zweite Drittel war zunächst geprägt von fehlender Zuordnung. In der 22. Minute aber landete Ammanns Schuss von der blauen Linie im Netz. Die Bündner wussten vorerst nicht zu kontern. Auch im Powerplay fanden die Gäste nicht den optimalen Abschluss, trotz vierminütiger Unterzahl. Es mangelte beiderseits an der Verwertung. Während des Rheintaler Überzahlspiels verlor man oft die Scheibe, und zweimal kam Donati allein auf Marti zu. Zum Ausgleich kam es jedoch nicht. Eine spektakuläre Szene ereignete sich in der 36. Minute, als Speranzino die St. Moritzer Verteidigung austanzte, dann schoss, einige Male nachschoss, aber nicht traf.

Im letzten Drittel aufgedreht

In der 42. Minute gab es ein weiteres torloses Powerplay für die Rheintaler. Dann jedoch kam es in der 45. Minute zu einem Gerangel vor dem Tor, Strebel schloss ab und traf zum 3:1. In der 53. Minute folgte dann das 4:1 durch Ammann. Die Bündner wurden nur noch mässig gefährlich. Knapp zwei Minuten vor Spielende zirkulierte die Scheibe in der Rheintaler Zone, Breitenmoser wartete an der blauen Linie auf die Scheibe und zog alleine los. Dem Bündner Verteidiger gelang nur, ihn durch eine unfaire Aktion aufzuhalten. Es kam zum Penalty für den SCR-Topskorer. Dabei trickste er Mathis gekonnt aus, und es stand 5:1. Die Luchse durften also mit einem Sieg ins neue Jahr starten. Und dieser wurde gebührend gefeiert.

2. LIGA, GRUPPE 2

Aegeten – 280 Zuschauer – SR: Spring/Hässig. Tore: 9. Strebel (Schlegel) 1:0; 9. Mercuri (Brenna, Hauenstein) 1:1; 22. Ammann (Moser) 2:1; 45. Strebel (Hauser, Obrist) 3:1; 53. Ammann (Holenstein, Breitenmoser) 4:1; 59. Breitenmoser 5:1. Strafen: 8x2 Min gegen Rheintal; 8x2 Min und 1x Strafschuss gegen St. Moritz. Rheintal: Marti (Lütscher); Berweger, Ammann; Knöpfel, Diener; Bürki, Bleiker; Moser, Strebel, Schlegel; Holenstein, Breitenmoser, Pfeiffer; Hauser, Speranzino, Holdener; Pilgram, Binder, Obrist; Popp. Coach: Roger Nater. St. Moritz: Mathis (Lony); Brenna, Deininger; Tempini, Bezzola; Wolf, Tosio; Heinz, Mercuri, Plozza; Trivella, Kloos, Hauenstein; Biert, Mühlemann, Koch; Donati. Coach: Adrian Gantenbein. Bemerkungen: Rheintal ohne Bartholet, Schawalder, Ungricht. Weitere Resultate & Tabelle

Dielsdorf-Niederhasli – Wil 3:2 (0:1, 0:1, 2:0, 1:0). Prättigau-Herrschaft – Engiadina 9:3 (3:0, 3:0, 3:3). Lenzerheide-Valbella – Kreuzlingen-Konstanz 5:4 (1:2, 1:1, 3:1). Rapperswil-Jona Lakers – Herisau 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:1). Wallisellen – Uzwil 4:2 (2:1, 2:1, 0:0).