Calanda-Wolf wurde in Süddeutschland überfahren

LAHR. Immer wieder werden Wölfe auf Wanderungen beobachtet. Einen Wolf des Calanda-Rudels zog es nach Süddeutschland. Dort wurde er nun überfahren. In der Nähe der deutschen Ortschaft Lahr in Baden-Württemberg wurde im Juni ein Wolfsrüde überfahren.

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LAHR. Immer wieder werden Wölfe auf Wanderungen beobachtet. Einen Wolf des Calanda-Rudels zog es nach Süddeutschland. Dort wurde er nun überfahren. In der Nähe der deutschen Ortschaft Lahr in Baden-Württemberg wurde im Juni ein Wolfsrüde überfahren.

Herkunft des Tieres bekannt

Nun ist seine Herkunft bekannt: Der Rüde stammt aus einem Wolfsrudel im Calandagebiet bei Chur. Seine Heimat liegt somit etwa 200 Kilometer Luftlinie vom Fundort des Kadavers entfernt. Das hätten Analysen des Laboratoriums für Naturschutzbiologie der Universität Lausanne nun anhand von Referenzproben eindeutig ergeben, sagte der deutsche Naturschutzminister Alexander Bonde gestern.

Die Herkunft des Jungwolfes war zunächst nicht bekannt. Auch Frankreich galt bei Experten zunächst als mögliches Einreiseland.

Weitere Wolfswelpen gesichtet

Nun haben DNA-Spuren den Wolf aber eindeutig den Calanda-Wölfen zuordnen können. Dort wurden in der vergangenen Woche erneut drei Wolfswelpen gesichtet. Ob dort gar noch mehr Jungtiere durch die Wälder streifen, ist noch unklar. Gerade junge Wölfe legen auf der Suche nach einem eigenen Revier sehr grosse Distanzen zurück.

Seit langem der erste

Das tote Tier war im Juni neben der Autobahn 5 in Süddeutschland gefunden worden. Es ist laut Experten seit langer Zeit der erste in Deutschland gesichtete Wolf.

Das bisher letzte Exemplar in Südwestdeutschland war vor mehr als 150 Jahren erlegt worden. (sda/pag)